{"id":1581,"date":"2026-02-02T22:04:36","date_gmt":"2026-02-02T22:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/fwherold.de\/?p=1581"},"modified":"2026-02-02T22:12:42","modified_gmt":"2026-02-02T22:12:42","slug":"ob-hearing-beim-kreisjugendring-ein-klares-und-ehrliches-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fwherold.de\/?p=1581","title":{"rendered":"OB Hearing beim Kreisjugendring \u2013 ein klares und ehrliches Fazit"},"content":{"rendered":"\n<p>Das OB Hearing des Kreisjugendrings war insgesamt eine gut vorbereitete und strukturierte Veranstaltung. Moderiert wurde sie von Marla und Janni, die den Ablauf ruhig und fair gestaltet haben. Alle Kandidatinnen und Kandidaten hatten die gleiche Redezeit, das fand ich spitze.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein erstes Fazit lautet dennoch sehr bewusst:<br>Der Austausch mit jungen Menschen tut gut. Er ist wichtig und ehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig muss man festhalten, dass dieser Austausch nur sehr eingeschr\u00e4nkt direkt stattgefunden hat. Viele Fragen und Ideen waren im Vorfeld von Jugendlichen formuliert worden und wurden dann eingebracht. Das ist ein guter Einstieg, ersetzt aber nicht das unmittelbare Gespr\u00e4ch. Ich w\u00fcrde mir f\u00fcr zuk\u00fcnftige Formate w\u00fcnschen, dass junge Menschen st\u00e4rker selbst sprechen, mit R\u00fcckfragen, mit spontanen Gedanken und auch mit Unsicherheit. Politik sollte hier mehr Raum lassen und weniger vorstrukturieren.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Veranstaltung habe ich bewusst eine junge Teilnehmerin ermutigt, sich direkt zu beteiligen. Genau das ist aus meiner Sicht der richtige Weg. Jugendliche m\u00fcssen nicht perfekt formulieren. Sie m\u00fcssen sprechen d\u00fcrfen. Ein echtes Gespr\u00e4ch entsteht nicht nur durch vorbereitete Zettel, sondern durch direkte Begegnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig war au\u00dferdem, dass trotz des klaren Jugendformats viele Politikerinnen und Politiker im Raum waren. Das ver\u00e4ndert die Atmosph\u00e4re und t\u00e4uscht eine ungleiche Zustimmung vor. Der Kreisjugendring hat sich sichtbar bem\u00fcht, dennoch eine m\u00f6glichst neutrale Grundlage zu schaffen. Das m\u00f6chte ich ausdr\u00fccklich anerkennen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Jugendpolitik in Neuburg braucht ab 2026 einen strukturellen Neustart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Hearing heraus wird f\u00fcr mich sehr deutlich, dass wir Jugendpolitik in Neuburg neu denken m\u00fcssen. Nicht oberfl\u00e4chlich, sondern strukturell.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bestehende Jugendzentrum ist von der R\u00e4umlichkeit her hervorragend, bis auf die fehlende Barrierefreiheit. Der Standort und das direkte Umfeld sind jedoch nicht ideal gew\u00e4hlt. Jugendliche halten sich dort auf, wo Leben ist. Genau deshalb sollten wir dar\u00fcber nachdenken, Jugendangebote st\u00e4rker dorthin zu verlagern, wo junge Menschen tats\u00e4chlich sind. Im Schwalbanger und im Ostend betreiben wir R\u00e4ume, die genau aus diesem Grund funktionieren. F\u00fcr Neuburg brauchen wir zus\u00e4tzlich oder alternativ einen Ort im Zentrum. Erg\u00e4nzend zum bestehenden Jugendzentrum oder als neue L\u00f6sung. Dar\u00fcber sollten wir offen und ohne Denkverbote sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jugendparlament k\u00f6nnte dabei eine deutlich st\u00e4rkere Rolle bekommen. Ich sto\u00dfe an, den Altersrahmen von 21 auf 25 Jahre anzuheben. Die THI k\u00f6nnten wir einbinden. Vor allem aber braucht das Jugendparlament einen eigenen, voll verwalteten Haushalt. Ich halte eine Gr\u00f6\u00dfenordnung von 50.000 Euro f\u00fcr angemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Haushalt darf nicht mehr nachtr\u00e4glich durch den Stadtrat genehmigt werden m\u00fcssen. Viermal im Jahr sollte es stattdessen eigene Sitzungen zur Haushaltsverwendung geben, mit st\u00e4dtischer Beteiligung und Mitarbeiterinnen, die die Umsetzung begleiten. Verantwortung \u00fcbernehmen hei\u00dft auch, Verantwortung tragen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee, auf eine parteipolitische Begleitung durch Stadtratsreferenten zu verzichten, habe ich seit l\u00e4ngerer Zeit formuliert. Ich finde es gut und wichtig, dass diese Idee von mehreren Seiten gedacht wird. Schauen sie mal bei Instagram in den Kanel des Jugendparlaments, das sind mehr Politiker zu sehen als Junge Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnftig sollte das Jugendparlament selbst zwei Vertreter benennen, die regelm\u00e4\u00dfig im Stadtrat berichten. Ich m\u00f6chte ausdr\u00fccklich sagen, dass Dr. Franziska Hildebrand diesen Gedanken w\u00e4hrend des Hearings ebenfalls selbst eingebracht hat. Vorgeschlagen ist ein fester Tagesordnungspunkt in jeder zweiten Stadtratssitzung, also etwa sechs Mal im Jahr. Dort berichten die Jugendlichen eigenst\u00e4ndig \u00fcber ihre Entscheidungen, Projekte und Schwerpunkte. Aber nur das reicht nicht, im Zusammenhang mit Eigenst\u00e4ndigkeit, ergibt sich f\u00fcr mich ein Konzept. Damit nehmen sie die Aufgabe der Jugendvertretung selbst wahr.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Ernst nehmen hei\u00dft loslassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jugendbeteiligung funktioniert nicht, wenn sie kontrolliert wird. Ehrenamtliche Aktionen sind wichtig und richtig. Aber echte Beteiligung zeigt sich dort, wo Jugendliche eigene Ideen entwickeln, eigene Veranstaltungen organisieren und eigene Schwerpunkte setzen. Ohne politischen Zugriff, ohne dauerhafte Begleitung durch Erwachsene mit Agenda.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir brauchen keine Bemutterung. Wir brauchen Vertrauen. Erst wenn junge Menschen selbst entscheiden d\u00fcrfen, nehmen wir sie wirklich ernst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Donauquerung und Ortsumfahrung \u2013 eine belastbare Entscheidung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein erheblicher Teil des Hearings drehte sich erneut um die Donauquerung. Dabei sind die Fakten eindeutig. In der B\u00fcrgerbefragung haben sich 68,9 Prozent daf\u00fcr ausgesprochen, bei einer Beteiligung von 57,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner. Auf dieser Grundlage hat der Stadtrat mehrfach mehrheitlich entschieden, die Planung weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte ein langer, harter Weg. Planungen, Zeichnungen, Gutachten, ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren und erhebliche finanzielle Vorleistungen. Wir sprechen hier von einem Projekt, das bereits viel Geld gekostet hat und das sich nicht verz\u00f6gert hat, weil niemand wollte, sondern weil F\u00f6rdermittel nur dann genehmigt werden, wenn das Gesamtprojekt vollst\u00e4ndig umgesetzt wird. Sehr gerne h\u00e4tten wir die Ortsumfahrung l\u00e4ngst ohne Br\u00fccke gebaut und die Br\u00fccke sp\u00e4ter erg\u00e4nzt. Technisch und f\u00f6rderrechtlich ist das jedoch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Klagen und Widerst\u00e4nde hat sich das Verfahren zus\u00e4tzlich in die L\u00e4nge gezogen. Das B\u00fcndnis Auwald statt Asphalt hat an dieser Stelle immer wieder interveniert. Das ist legitim. Ich habe jedoch stets daf\u00fcr geworben, gemeinsam nach L\u00f6sungen zu suchen, statt nur zu verhindern. Lieber mehr Ma\u00dfnahmen, mehr Ausgleich, mehr Dialog, als am Ende alles infrage zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders problematisch finde ich es, wenn jetzt erneut dar\u00fcber gesprochen wird, die Entscheidung grunds\u00e4tzlich wieder aufzuschn\u00fcren. Viele Unternehmen entlang der Gr\u00fcnauer Stra\u00dfe haben in den letzten Jahren auf Basis dieser Entscheidung investiert. Im Nachgang erneut Unsicherheit zu erzeugen, wie es von GR\u00dcNER Seite formuliert wird, ist aus meiner Sicht das Schlechteste, was man f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Neuburg tun kann. Die geplant Kostenanteil Neuburgs von ca. 20 Millionen, tr\u00e4gt sich \u00fcber einige Jahre und wird eine Herausforderung. Nicht in die Infrastruktur zu investieren und die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr weitere wirtschaftliche Abwanderung zu erh\u00f6hen, wird uns deutlich mehr kosten. Glaubw\u00fcrdigkeit sieht anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist klar: Ich stehe weiterhin zur Ortsumfahrung mit Donauquerung. Und ich bin dankbar, dass Matthias Enghuber diese Haltung teilt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Schlussgedanke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das OB Hearing war sinnvoll und richtig. Ich bedanke mich bei Guido B\u00fcttner und den Jungen Menschen, die sich eingebracht haben, beim Technik Team und allen G\u00e4sten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigt deutlich, wo wir stehen. Jugendpolitik in Neuburg darf kein Anh\u00e4ngsel mehr sein. Sie braucht Struktur, Vertrauen und echte Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p>Glaubw\u00fcrdigkeit entsteht nicht durch saloppe Nachberichte oder Koketterie, sondern durch Haltung, Entscheidungen und das, was man \u00fcber Jahre hinweg tats\u00e4chlich vertreten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir brauchen Ver\u00e4nderung. Und wir sollten sie jetzt ernsthaft angehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Florian Herold<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3000\" height=\"2250\" data-id=\"1586\" src=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-3000x2250.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1586\" srcset=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-3000x2250.jpg 3000w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-2000x1500.jpg 2000w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171058763_iOS-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2250\" height=\"3000\" data-id=\"1585\" src=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-2250x3000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1585\" srcset=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-2250x3000.jpg 2250w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-1500x2000.jpg 1500w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-768x1024.jpg 768w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_182038877_iOS-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2250\" height=\"3000\" data-id=\"1583\" src=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-2250x3000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1583\" srcset=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-2250x3000.jpg 2250w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-1500x2000.jpg 1500w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-768x1024.jpg 768w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_171106292_iOS-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3000\" height=\"3000\" data-id=\"1587\" src=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-3000x3000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1587\" srcset=\"https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-3000x3000.jpg 3000w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-2000x2000.jpg 2000w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-150x150.jpg 150w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-768x768.jpg 768w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/fwherold.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260130_173639356_iOS-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das OB Hearing des Kreisjugendrings war insgesamt eine gut vorbereitete und strukturierte Veranstaltung. 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