{"id":1875,"date":"2026-03-12T00:13:17","date_gmt":"2026-03-12T00:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/fwherold.de\/?p=1875"},"modified":"2026-03-12T00:13:17","modified_gmt":"2026-03-12T00:13:17","slug":"zur-stichwahl-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fwherold.de\/?p=1875","title":{"rendered":"Zur Stichwahl"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Teil 1v4 \u2013 Warum ich mich zur OB Stichwahl \u00e4u\u00dfere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den sozialen Medien wird es gerade hektisch. Beide Lager, CSU sowie Gr\u00fcne und SPD, buhlen um jeden Beitrag. \u00dcberall wird versucht, positiv f\u00fcr den eigenen Kandidaten zu werben und leider auch negativ \u00fcber die vermeintliche Gegenseite zu sprechen. Die zum Teil heftigen Beleidigungen ohne Begr\u00fcndung verstehe ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meiner Antwort auf mein Wahlergebnis wurde ich vielfach gefragt, wie meine Haltung zur Stichwahl ist. Andere haben versucht, diese Frage bereits f\u00fcr mich zu beantworten. Deshalb habe ich mir bewusst Zeit genommen, um die Situation in Ruhe zu betrachten und meine ganz pers\u00f6nliche und ehrliche Antwort zu formulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst m\u00f6chte ich aber Danke sagen. Nach meinem dritten Platz bei der Oberb\u00fcrgermeisterwahl habe ich in vielen Gruppen und Gespr\u00e4chen sehr viel Anerkennung erfahren. Das bewegt mich sehr. Ich bitte alle, ich wei\u00df was f\u00fcr Schoder und Enghuber in diesem Wahlkampf steckt, Ihre Arbeit anzuerkennen und so auch umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr meine Entscheidung bleibt das entscheidend, was ich im Wahlkampf immer gesagt habe. Die Messlatte ist f\u00fcr mich die Beweisbarkeit der letzten sechs Jahre. Beide Kandidaten waren bereits Stadtr\u00e4te. Deshalb lassen sich ihre politischen Positionen und Versprechen auch anhand ihrer bisherigen Arbeit pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die entscheidende Frage ist f\u00fcr mich deshalb: Mit wem halte ich es f\u00fcr wahrscheinlicher, die Umsetzung eines langfristigen Stadtentwicklungskonzeptes f\u00fcr Neuburg tats\u00e4chlich m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor ich auf Inhalte eingehe, m\u00f6chte ich noch sagen. Ich habe sowohl Matthias Enghuber als auch Gerhard Schoder pers\u00f6nlich kontaktiert und ihnen meine Einsch\u00e4tzung direkt mitgeteilt. Mir war wichtig, dass beide meine Haltung zuerst von mir h\u00f6ren. Deshalb lasse ich hier auch einzelne Punkte weg, weil wir sie im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch bereits ausr\u00e4umen konnten. Danke an beide f\u00fcr Eure Zeit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Teil 2v4 \u2013 Politische Realit\u00e4t im Stadtrat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Oberb\u00fcrgermeister muss Mehrheiten im Stadtrat organisieren k\u00f6nnen und Entscheidungen am Ende auch umsetzen. Nat\u00fcrlich ist ein Oberb\u00fcrgermeister f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger da. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung der letzten sechs Jahre, dass die Gr\u00fcnen im Stadtrat sehr h\u00e4ufig ihren eigenen Weg gegangen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich mir die politische Realit\u00e4t im Stadtrat anschaue, sehe ich derzeit keine stabile Grundlage f\u00fcr eine F\u00fchrung unter Gerhard Schoder. Sein politisches Lager umfasst derzeit acht Stadtr\u00e4te. Rechnet man die Gruppierungen hinzu, die ihn unterst\u00fctzen, kommt man auf vierzehn Stimmen. F\u00fcr mich ist das keine tragf\u00e4hige Mehrheit f\u00fcr die F\u00fchrung unserer Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich mir anschaue, wer in den vergangenen Jahren Mehrheiten organisiert und Themen tats\u00e4chlich umgesetzt hat, erkenne ich deutliche Unterschiede.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias Enghuber hat hier eine andere Ausgangslage. Zwischen CSU und Freien W\u00e4hlern gibt es bei vielen Themen eine gro\u00dfe inhaltliche Schnittmenge. Daraus kann eine sachlich tragf\u00e4hige Mehrheit im Stadtrat entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei zentralen inhaltlichen Fragen sehe ich Unterschiede. Ein Beispiel ist die Donauquerung. Gerhard Schoder hat in Diskussionen dazu sehr deutlich seine Skepsis ge\u00e4u\u00dfert. Ich setze hier auf die Person, die klar hinter diesem Plan steht. Das ist f\u00fcr mich Matthias Enghuber. Beweisbarkeit ist f\u00fcr mich die entscheidende W\u00e4hrung in der Politik. Nicht Versprechen zu vielen Punkten. Mein Angebot, einen Kompromiss bei der Br\u00fcckenfrage zu suchen, hat Gerhard Schoder bereits vor Monaten klar abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Teil 3v4 \u2013 Meine Erfahrung aus sechs Jahren Stadtrat mit Gerhard Schoder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lieber Gerhard,<\/p>\n\n\n\n<p>ich habe Dich im politischen Diskurs immer gesch\u00e4tzt. Du bist klar bei den Gr\u00fcnen verortet und hast viele Themen dieser politischen Richtung mit \u00dcberzeugung vertreten. Manchmal konnte ich mich diesen Themen anschlie\u00dfen, manchmal nicht. So sind wir Freien W\u00e4hler, an der Sache. Aber Deine Art der politischen Arbeit war f\u00fcr mich immer nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade deshalb f\u00e4llt mir meine Einsch\u00e4tzung nicht leicht. Nach sechs Jahren gemeinsamer Arbeit im Stadtrat sehe ich Dich im Vergleich jedoch weniger in der Rolle des Oberb\u00fcrgermeisters f\u00fcr Neuburg. Das hat nichts mit pers\u00f6nlicher Sympathie zu tun. Im Gegenteil. Gerade Deine sympathische Art macht es mir schwer, meine Einsch\u00e4tzung so offen auszusprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn es um die F\u00fchrung unserer Stadt geht, darf ich den Mantel der H\u00f6flichkeit nicht \u00fcber die Realit\u00e4t legen. Meine Erfahrung ist, dass ich bei Dir zu wenig Zusammenf\u00fchrung unterschiedlicher Positionen erlebt habe und zu wenig Durchsetzungskraft bei schwierigen Entscheidungen. Oft hatte ich eher den Eindruck eines Wir gegen die.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oberb\u00fcrgermeister ist keine F\u00fchrung eines Startups. Wir haben auch kein Geld f\u00fcr weiteres Personal, wie Du es erst gerade beantragt hast. Da keine L\u00f6sungen zu bieten und mit dem bestehenden starken Team in der Verwaltung Antworten zu finden, ist f\u00fcr mich an der Realit\u00e4t vorbei. Mit Schulden kann man alles l\u00f6sen. <\/strong>Aber sinnvolle F\u00fchrung, in der Situation, in der wir uns befinden, zeigt sich darin, mit den vorhandenen Ressourcen L\u00f6sungen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein aktuelles Beispiel daf\u00fcr war f\u00fcr mich die Diskussion um die Obere Altstadt. Dort ging es aus meiner Sicht darum, eine L\u00f6sung f\u00fcr m\u00f6glichst viele Beteiligte zu finden. Der Antrag zur \u00c4nderung der Satzung, der schon von mir kam und von Dir, wurde abgelehnt. Stattdessen wurde jetzt eine Einzell\u00f6sung verfolgt. Ich habe Dir damals klar gesagt, dass ich diesen Weg nicht mitgehen kann. F\u00fcr mich ist das kein Neuburg f\u00fcr viele, sondern eine L\u00f6sung f\u00fcr einen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Stadtrat eine Gesamtl\u00f6sung nicht mittr\u00e4gt, muss man nach neuen Wegen suchen, die Akzeptanz f\u00fcr diese schaffen. Ein Einfaches \u201ewir machen es trotzdem so, dann eben nur f\u00fcr einen\u201c widerspricht aus meiner Sicht dem Anspruch, Entscheidungen des Rates zu respektieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Erfahrungen sind ein wichtiger Teil meiner Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Teil 4v4 \u2013 Meine Erfahrung aus sechs Jahren Stadtrat mit Matthias Enghuber<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lieber Matthias,<\/p>\n\n\n\n<p>wir haben in den letzten Jahren um viele Themen gerungen. Das geh\u00f6rt zur Politik dazu. Eines habe ich dabei aber immer erlebt. Dein Wort gilt. Der Austausch zwischen uns war immer freundschaftlich, offen und respektvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>Du bringst durch Deine Arbeit als Landtagsabgeordneter eine starke Verbindung nach M\u00fcnchen mit. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt spielt eine wichtige Rolle, gerade jetzt mit Thomas Mack als Landrat. Solche Verbindungen sind f\u00fcr eine Stadt wie Neuburg mehr als wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Du hast im Landtag immer wieder gezeigt, dass Du f\u00fcr unseren Landkreis und auch f\u00fcr Neuburg einstehst. Dabei habe ich erlebt, dass Du auch viele Anliegen der Freien W\u00e4hler unterst\u00fctzt hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kenne Deine Arbeitsweise. Du denkst Dinge mehrfach durch, bevor Du sie \u00f6ffentlich aussprichst. Deine Positionen sind klar begr\u00fcndet und Du versuchst immer, sie auch in die Umsetzung zu bringen. Diese Ruhe und diese gr\u00fcndliche Art bewundere ich. Eine Eigenschaft, die mir manchmal selbst fehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb m\u00f6chte ich meine Position klar formulieren. Du hast meine volle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle, die noch \u00fcberlegen, m\u00f6chte ich offen darlegen, warum mein Kreuz bei der Wahl bei Dir sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser klaren pers\u00f6nlichen Position bleibt aber eines bestehen. Wir machen keine Vorgabe f\u00fcr die Freien W\u00e4hler. Unsere Vorst\u00e4nde, unsere Kandidaten und auch unsere Fraktion entscheiden frei. Wir haben keine Fraktionspflicht. Jeder entscheidet nach seiner eigenen \u00dcberzeugung.<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Verantwortung f\u00fcr unsere Stadt halte ich es jedoch f\u00fcr richtig, meine Sichtweise und meine Erfahrungen offen darzulegen. Ich wei\u00df, dass Ihr beide auch in Zukunft gerne eng mit mir zusammenarbeiten w\u00fcrdet. So habt Ihr es formuliert. Ich h\u00e4tte mich auch zur\u00fccklehnen k\u00f6nnen und sp\u00e4ter mit dem Sieger weiterarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem halte ich es f\u00fcr richtig, weil ich \u00fcberzeugt bin, dass es f\u00fcr Neuburg der bessere Weg ist und ich einer von einer vielen R\u00e4ten bin, die Matthias als OB sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danke f\u00fcr die investierte Zeit, um meine 4 Punkte zu lesen, Euer Florian Herold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 1v4 \u2013 Warum ich mich zur OB Stichwahl \u00e4u\u00dfere In den sozialen Medien wird es gerade hektisch. Beide Lager, CSU sowie Gr\u00fcne und SPD, buhlen um jeden Beitrag. \u00dcberall wird versucht, positiv f\u00fcr den eigenen Kandidaten zu werben und leider auch negativ \u00fcber die vermeintliche Gegenseite zu sprechen. 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