{"id":657,"date":"2021-01-05T12:56:51","date_gmt":"2021-01-05T12:56:51","guid":{"rendered":"http:\/\/fwherold.de\/?p=657"},"modified":"2021-01-05T12:56:51","modified_gmt":"2021-01-05T12:56:51","slug":"zur-petition-sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fwherold.de\/?p=657","title":{"rendered":"Zur Petition: Sichere Geh- und Fahrradwege f\u00fcr Neuburg!"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg-2#petition-main\">ht<\/a><a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg-2#petition-main\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"tps:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg-2#petition-main (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">tps:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg-2#petition-main<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde es stark, dass sich der Frage nach Mobilit\u00e4t und\nSicherheit in Neuburg so viele Menschen annehmen und hier um Unterst\u00fctzung\nringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Petition: Ja, es sind gute Punkte, denn Sicherheit ist\nbedeutsam, ja, die Kreuzung an der Ingolst\u00e4dter Stra\u00dfe\/ Monheimer Stra\u00dfe ist\nein Problem, ja, es ist eine gute Idee das Thema Fahrradmobilit\u00e4t auch in der\nVerwaltung in den Fokus zu r\u00fccken. Ein \u201eFahrradbeauftragter\u201c k\u00f6nnte hierf\u00fcr eine\nL\u00f6sung sein. Ja, Verkehrsberuhigung im innerst\u00e4dtischen Bereich ist der richtige\nSchritt und ja, Experten anzuh\u00f6ren und zu pr\u00fcfen, ob wir von ihnen Ideen\n\u00fcbernehmen k\u00f6nnen, wie die von Professor Monheim, ist top. Man sollte immer von\nden besten lernen! <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich die Forderung der Petition durchlese, stelle ich\nmir die Frage: \u201eIn welchem Neuburg wollen wir in 20 Jahren leben?\u201c Erst muss\nich diese Frage beantworten, sonst wirken die Forderungen der Petition haltlos\nund einzeln herausgegriffen, nach Hilfe schreiend und nicht aus einem Guss. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiatoren haben viel Zeit und Kraft in die Petition\ngesteckt, davor habe ich gro\u00dfe Achtung. Ich wei\u00df gut, wieviel ehrenamtliche\nArbeit dahintersteckt. Ich verstehe auch, dass es nicht der Anspruch war, ein\ngesamtes Konzept zu pr\u00e4sentieren.&nbsp; Aber\nwie viel besser w\u00e4re es, wenn Neuburg sich aus verschiedenen Verkehrs- und\nEntwicklungskonzepten ausw\u00e4hlen k\u00f6nnte, in welchem wir leben wollen? <\/p>\n\n\n\n<p>Die Forderung wirken wie die ersten Schritte zur Ver\u00e4nderung\ndes Stadtbildes. F\u00fcr mich sind es gute Ideen, um sich als Stadt zu\ntransformieren, auch wenn es im Kern nur um die Mobilit\u00e4tsfrage \u201eFahrrad\u201c mit\ndem Schwerpunkt Sicherheit geht. Das f\u00fchlt sich an wie das Ziel der Wandlung\nNeuburgs in ein j\u00fcngeres, sichereres, studentischeres, weniger Auto-belastetes,\nmehr am Nachtleben orientierteres und belebteres Neuburg. <\/p>\n\n\n\n<p>Ist das Fahrrad jedoch Thema, w\u00fcrde ich mit anderen Punkten\nbeginnen. Da ich immer mit dem Rad zur Arbeit und in die Stadt fahre, sehe ich\nhier andere Schwerpunkte. Wie sehen das andere \u201eBerufs\u201c- Radfahrer wie ich? Wir\nsollte deutlich zwischen den Sommer-Freizeitradlern und \u201eBerufs\u201c-Radfahrern und\nihren Anspr\u00fcchen unterscheiden. Als Beispiel nehme ich das Parken von R\u00e4dern. Da\nf\u00e4ngt Radfahren an. <\/p>\n\n\n\n<p>Wo stehen diesen R\u00e4der? Und wo kann man diese abstellen? Das\nist die erste Frage, finde ich. Sind wir als Stadt denn \u00fcberhaupt attraktiv, um\nmit dem Rad zu fahren? Fangen wir zuhause an. Verlangen wir als Stadt bei\nNeubauten gen\u00fcgend verpflichtende Fahrradstellpl\u00e4tze, m\u00fcssen die auch \u00fcberdacht\nsein? Nein, hier tun wir zu wenig, finde ich. Erst wenn ich daheim mein Rad\nbequem unterstellen kann, kaufe ich mir doch \u00fcberhaupt ein Rad. Wenn man mit\ndem Rad am Ziel ankommt, sollten dort moderne Abstellm\u00f6glichkeiten sein, damit\ndas Rad trocken ist, wenn man aufsteigt. F\u00fcr diese Ver\u00e4nderung brauchen wir stadtweit\nFl\u00e4chen auf Kosten von anderer Nutzung, wie Autostellpl\u00e4tze und Pl\u00e4tze mit anderer\nVerwendung. Damit schaffen wir den ersten Schritt, um die Infrastruktur\naufzubauen. Was passiert dann mit den Autos, wenn ich z.B. jeden 4.\nAutostellplatz in einen \u00fcberdachten Radstellplatz umwandle? Ist uns das egal, werden\nin 30 Jahren weniger Autos im Winter fahren, nur weil diese elektrisch sind? Ich\nglaube nur bedingt, daher braucht es auch eine Gesamtplanung f\u00fcr den PKW-Parkraum,\num die Radstellpl\u00e4tze neu \u00fcberdenken zu k\u00f6nnen und einen fairen Wettbewerb der\nMobilit\u00e4t entstehen zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Erzeugen wir in vielen Bereichen Attraktivit\u00e4t f\u00fcrs Rad, mit\nRegelung bei Bauauflagen und Umgestaltung aller st\u00e4dtischen Parksituationen, mit\nbeleuchtenden Strecken in alle Ortsteile, mit regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberdachten Segmenten\nzum Wetterschutz, mit einem guten, immer wieder ausgebesserten und erweiterten\nRadwegenetz, mit neu gedachter Verkehrsf\u00fchrung, dann sind Fragen nach der 30 km\/h\nBeschr\u00e4nkung aus der Petition doch nur noch Makulatur. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun w\u00fcrden die R\u00e4der fahren und es regelt sich viel von\nselbst, weil erst dann der Bedarf da ist. Bisher gibt es diesen nicht oder\nfahren jetzt im Winter gerade alle mit dem Rad in die Stadt? Das w\u00e4re aber m\u00f6glich,\nwenn wir es wollten. Wenn ich diese Punkte aufliste, stelle ich f\u00fcr mich fest,\nRadfahren als ernstzunehmenden Mobilit\u00e4t zu nutzen, kostet dauerhaft Geld. Ja,\nf\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist das Rad als Verkehrsmittel v\u00f6llig okay und notwendig,\naber ja es gibt viele Punkte, die verbesserungsw\u00fcrdig w\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Petition spricht in der Hauptsache Punkte an, die\nerstmal grundlegend wenig Geld kosten, die wirklichen Baustellen der\nMobilit\u00e4tsfrage nicht angehen, erst einmal in Planung durch einen\nFahrradbeauftragten gehen sollten und somit die Expertise von Professor Monheim\nvertagen k\u00f6nnten. Daher zur\u00fcck zu meiner Frage: \u201eIn welchem Neuburg wollen wir\nin 20 Jahren leben?\u201c Wenn die Antwort im Schwerpunkt hei\u00dft: \u201eIn einer anderen\nMobilit\u00e4t\u201c, dann brauchen wir im ersten Schritt keinen Professor Monheim,\nsondern erstmal ein Votum des Stadtrates, Geld f\u00fcr diese Mobilit\u00e4t aufzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Beispiel der Realit\u00e4t im Stadtrat: Ich habe mich\nsehr f\u00fcr neue \u00fcberdachte Fahrradstellpl\u00e4tze am Hallenbad stark gemacht, diese wurden\nan der Stelle jetzt nicht errichtet, dort stehen PKWs. Warum? Weil das alle so\nwollten und geschickt das Thema umgangen wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die Petition zeigt, Mobilit\u00e4t und gerade der Schwerpunkt\nSicherheit treibt die Menschen um. Das lese ich deutlich aus den Kommentaren\nder Petition heraus. Wenn wir darauf eingehen und f\u00fcr mehr Sicherheit sorgen\nwollen, brauchen wir dringend ein Gesamtkonzept, um uns nicht in Einzell\u00f6sungen\ntreiben zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Antwort auf die Petition w\u00e4re kein einfaches ja zu den\nPunkten, sondern ein Antrag, der unmissverst\u00e4ndlich kl\u00e4rt, ob der Neuburger\nStadtrat bereit ist, eine neue Mobilit\u00e4t zu denken. Dann ist auch klar, ob das Thema\nSchwerpunkt im Stadtrat der n\u00e4chsten Jahre werden kann. Alle Themen k\u00f6nnen es\nnicht werden, die Geldmittel sind leider begrenzt. Geld muss an anderer Stelle\nreduziert werden, um es hierf\u00fcr zu investieren. An welcher Stelle sollte man\neinen in den kommenden Jahren voraussichtlich schmelzenden Haushalt reduzieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag k\u00f6nnte sein:<\/p>\n\n\n\n<p>Hiermit beantrage ich, dass der Stadtrat ab 2022 j\u00e4hrlich unbefristet\n1.000.000 \u20ac an Mitteln f\u00fcr die Entwicklung der Fahrradmobilit\u00e4t zur Verf\u00fcgung\nstellt. Diese Mittel werden aus folgenden Haushalten entnommen \u2026. \/ und f\u00fcr\nPersonal und infrastrukturelle bauliche \u00c4nderung verwendet. In Zusammenarbeit mit\ndem Oberb\u00fcrgermeister, dem Verkehrsausschuss, dem Verkehrsreferenten und der\nVerwaltung wird in 2021 ein Gesamtverkehrskonzept erstellt, mit dem Schwerpunkt\n\u201eFahrradmobilit\u00e4t\u201c. Aus diesem Konzept soll hervorgehen, wie die Verwendung der\nMittel aussehen kann, kurzfristig 2022, mittelfristig 2023 bis 2025 und\nlangfristig ab 2026. &nbsp;Es soll auch\nhervorgehen, welche \u00c4nderungen an Begrenzungen und weiterem der Stadtrat\nbegleitend beschlie\u00dfen sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>(Wenn die drei \u2026 plausibel gef\u00fcllt werden, um die Summe\ngegenzufinanzieren, stelle ich den Antrag gerne.)<\/p>\n\n\n\n<p>Als Anmerkung an die Initiatoren: F\u00fcr mich als Freien W\u00e4hler\nleidet die Petition unter der personellen Vermischung von FFF und den Gr\u00fcnen. Sauberer\nw\u00e4re es gewesen, wenn die Gr\u00fcnen einfach mit auf dem Papier stehen w\u00fcrden. Das\nf\u00e4nde ich gut und ehrlicher. Dann k\u00f6nnten diese auch einfach Antr\u00e4ge zu den\ngeforderten Punkten bringen und es g\u00e4be schnellere Ergebnisse. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ende nochmal provokant: Ob wir Neuburger bereit w\u00e4ren,\neine Ver\u00e4nderung anzuschieben, k\u00f6nnten wir schnell ermitteln. Ein Crowdfunding\nPRO Mobilit\u00e4tsbeauftragten, damit die Stadt diese Entwicklung nicht so einfach ablehnen\nkann, w\u00fcrde zeigen, ob die Menschen wirklich Ver\u00e4nderung w\u00fcnschen. Ich w\u00e4re mit\n100 \u20ac dabei. Sonst hat Neuburg keinen Stadtrat und besonders keinen Oberb\u00fcrgermeister\ngew\u00e4hlt, der Fahrradmobilit\u00e4t auf Platz 1 setzt. Daher w\u00e4re das ein Mittel, um einen\nanderen Druck aufzubauen, als es die Petition m\u00f6glich macht. Am Ende sagt jeder,\ndass er Bef\u00fcrworter ist, aber leider fehlen die Mittel. <\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Mich haben viele gebeten mich zum Thema\nFahrradmobilit\u00e4t zu \u00e4u\u00dfern. Ich habe mich damit schwergetan, weil ich kein\nMensch bin, der einfach schreibt, dass alles super ist. Die Wahrheit ist\nmehrschichtig und oft eher unbequem. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch Menschen, die k\u00f6nnen und wollen kein Rad fahren.\nEs gibt auch echt mieses Wetter und auch dann muss man sich fortbewegen k\u00f6nnen.\nEs gibt auch Unternehmer, die Sorgen haben, die wir gemeinsam mitnehmen sollten.\nDaher sind Teile der geforderten Petition nicht f\u00fcr jeden der richtige Schritt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Mobilit\u00e4t unsere Gesellschaft ver\u00e4ndern wird, ist\nf\u00fcr mich klar. Holland, auch St\u00e4dte in Deutschland wie Oldenburg, sind hier\nschon weiter. Wir \u201eAutovorstadt-Verlangsamer\u201c tragen bisher nur im Kleinen zu\neiner Ver\u00e4nderung bei. Das Fahrrad hat noch nicht den Stellenwert im Verkehr\nbekommen, den es braucht, damit wir in der Breite die Mobilit\u00e4t umstellen.\nDiese Umstellung ist f\u00fcr mich nicht nur eine Frage der Sicherheit, auch eine der\nUmwelt, der Gesundheit und des Miteinanders. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden auch umstellen, die Frage ist nur wann? Der\nkommende Hochschulstandort ist eine Chance, unsere Wege neu zu \u00fcberdenken und bei\nder Entscheidung \u201ein welchem Neuburg will ich in 20 Jahren leben?\u201c mit einer\nklaren Antwort rauszugehen:<\/p>\n\n\n\n<p>In einem lebenswerten Neuburg, in dem wir alle mitnehmen und\nauf Sicherheit und Lebensqualit\u00e4t mehr Wert legen. In einem Neuburg, in dem die\nFrage nach Mobilit\u00e4t eine Frage ist, die wir uns jeden Tag stellen k\u00f6nnen, weil\nwir Netze haben, die uns die Wahl lassen. Netze, in denen der Fu\u00dfweg, der\nRadweg, die Bahn, der Bus und der Weg mit dem Gemeinschaftsauto oder dem\neigenen PKW attraktiv, schnell und sicher sind. Weil wir damit mehr Arbeitspl\u00e4tze\nam Ort schaffen und damit die Wege zur Arbeit kurz sind und unser Geld im lokalen\nKreislauf bleibt. Damit haben wir auch mehr Mittel zur Verf\u00fcgung, unsere Netzte\nzu verbessern und zu erhalten. Als resiliente Stadt und Hochschulstandort in\ndie Zukunft zu gehen, ein Ort der Bildung und Entwicklung zu werden, in dem die\nB\u00fcrger und unsere Studenten in einem guten Miteinander Neuburg weiter gestalten,\nist das erstrebenswerte Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru\u00df, Florian Herold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/sichere-geh-und-fahrradwege-fuer-neuburg-2#petition-main Ich finde es stark, dass sich der Frage nach Mobilit\u00e4t und Sicherheit in Neuburg so viele Menschen annehmen und hier um Unterst\u00fctzung ringen. 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