Wir trauern um Karl „Charlie“ Fuhr

Wir trauern um Karl „Charlie“ Fuhr

Mit großer Trauer nehmen die Freien Wähler Neuburg Abschied von Karl „Charlie“ Fuhr, einem langjährigen Weggefährten, Kommunalpolitiker und überzeugten Freien Wähler.

Eigentlich kannten ihn fast alle nur als Charlie. Unter diesem Namen war er in Neuburg bekannt, und als „Charlie“ trat er auch bei den Kommunalwahlen für die Freien Wähler an.

Von 1984 bis 2002, insgesamt 18 Jahre, gehörte Charlie dem Neuburger Stadtrat an. In dieser Zeit übernahm er als Bäderreferent besondere Verantwortung. Mit seinem Einsatz war er maßgeblich an wichtigen Weichenstellungen und insbesondere an der Sanierung des Hallenbades sowie des Brandlbades beteiligt.

Auch die Freien Wähler selbst hat Charlie über viele Jahre geprägt. Von 1984 bis 1992 war er Ortsvorsitzender der Freien Wähler Neuburg. Darüber hinaus war er ein wichtiger Teil der Entwicklung, die zur Zusammenführung von DU und Bürgerblock und zum gemeinsamen Weg der Freien Wähler in Neuburg führte.

Charlie war ein aufrechter und vor allem grob ehrlicher Mensch. Er sagte, was er dachte, und stand zu seinen Überzeugungen. Dabei ging es ihm nie um persönliche Eitelkeiten, sondern um die Sache, um seine Heimatstadt und um die Grundgedanken der Freien Wähler: unabhängig entscheiden, Verantwortung vor Ort übernehmen und Politik nahe bei den Menschen machen.

Mit Charlie verlieren wir einen Menschen, der ein Stück Geschichte der Freien Wähler Neuburg geschrieben und unsere kommunalpolitische Arbeit über viele Jahre mitgeprägt hat.

Wir sind dankbar für seinen Einsatz, seine Geradlinigkeit und seine jahrzehntelange Verbundenheit mit unserer Gemeinschaft.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

Freie Wähler Neuburg e. V.
Florian Herold

Vieles über uns zur Kommunalwahl 2026 am 8. März

Wir stellen euch all unsere Ideen in unserem neuen Prospekt vor. Wenn ihr Lust habt, mal reinzuschnuppern: Wir bringen Ihn zu Euch nach Hause und diesen gibt es auch digital und interaktiv.

https://freie-waehler-neuburg.paperturn-view.com/?v=1.5

Im interaktiven Prospekt findet ihr eine Menge Videos mit unseren Kandidatinnen und Kandidaten. Klickt euch durch, schaut rein und macht euch selbst ein Bild.

Viel Spaß dabei. Eure Freie Wähler

#freiewählerneuburg #florianherold #neuburgspricht #neuburg #nancydegenhardt

Statement zur Frage des Umgangs mit Parteien im Rathaus

ausgelöst durch die Debatte mit den Landratskandidaten, bei der Podiumsdiskussion der Neuburg Rundschau, zum Umgang mit der AfD

Das Amt des Oberbürgermeisters/Landrätin ist kein parteipolitisches, sondern ein verfassungsrechtlich klar definiertes Leitungsamt. Eine der Aufgaben ist es, allen demokratisch gewählten Mitgliedern des Stadtrats die gleichen Voraussetzungen zu ermöglichen, damit sie ihr Mandat ausüben können. Dazu gehören insbesondere die ordnungsgemäße Bearbeitung von Anträgen, der respektvolle Umgang mit allen Ratsmitgliedern und eine neutrale Leitung der Ratsarbeit.

Natürlich haben Menschen persönliche politische Haltungen. Die habe auch ich. In der Rolle des Oberbürgermeisters sind persönliche Bewertungen gegenüber Mitgliedern des Gremiums jedoch zurückzustellen. Aufgabe des Amtes ist es, allen Stadträtinnen und Stadträten fair und sachlich zu begegnen, unabhängig davon, welcher Partei oder Gruppierung sie angehören, sofern sie demokratisch gewählt sind.

Wer in einen Stadtrat oder Kreistag gewählt wird, hat Rechte. Dazu zählen Mitbestimmung, Antragsrecht und die Teilnahme am politischen Diskurs. Diese Rechte können nicht durch persönliche Sympathien oder Antipathien eingeschränkt werden. Wer das grundsätzlich in Frage stellt, stellt nicht einzelne Personen, sondern die Funktionsweise unserer kommunalen Demokratie in Frage.

Wenn Menschen in unserem Land der Auffassung sind, dass bestimmte politische Kräfte keinen Platz mehr in demokratischen Gremien haben sollen, dann ist der richtige Weg, dafür politisch und gesellschaftlich zu arbeiten. Solange Parteien oder Gruppierungen jedoch nicht verboten sind und demokratisch gewählt werden, ist ihre gleichberechtigte Behandlung durch die Leitung eines Rates keine Option, sondern Pflicht. Das hat auch meine Kollegin und Landratskandidatin Nancy Dengenhardt so benannt, als sie zur Frage Stellung genommen hat, wie sie als Landrätin handeln würde.

Ich trenne dabei klar zwischen Rolle und Person. Als Stadtrat habe ich mir in der Vergangenheit erlaubt, deutlich Stellung zu beziehen, unter anderem dann, wenn nach meiner persönlichen Einschätzung Abläufe oder Verhaltensweisen nicht angemessen waren. So etwa in Situationen, in denen Michael Wittmair im Rat nach meiner Wahrnehmung ausfallend wurde oder Anträge gestellt wurden, die aus meiner Sicht ohne realistische Aussicht auf Erfolg erhebliche Kosten für unsere Verwaltung verursacht haben.

Hier sprechen wir jedoch ausdrücklich über die Rolle der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden eines Rates. In dieser Funktion halte ich persönliche Bewertungen für meist fehl am Platz. Ausnahmen sehe ich dann, wenn die Würde des Rates angegriffen wird, die Souveränität des Gremiums zu verteidigen ist oder Schaden von der Stadt abzuwenden ist. Dann ist Handeln geboten.

Meine Haltung ist deshalb eindeutig: Ein Oberbürgermeister hat allen Mitgliedern des Stadtrats gleichwertig zu begegnen. Nicht aus politischer Nähe, sondern aus Respekt vor dem demokratischen Mandat. Das bedeutet keine Zustimmung zu Inhalten, sondern Verantwortung für eine funktionierende kommunale Demokratie.

Ich kandidiere für dieses Amt, weil ich Verantwortung übernehmen möchte. Meine Ziele und Inhalte für Neuburg habe ich klar benannt. Es geht darum, diese gemeinsam für unsere Stadt umzusetzen.

Eine Ideologiedebatte führe ich nicht. Ich möchte der Rolle gerecht werden und mich nicht an Kampagnen beteiligen, die das Amt des Oberbürgermeisters bereits vor Amtsantritt beschädigen.

Wer wissen möchte, was ich persönlich denke, kann mich kennenlernen. In vielen Gesprächen, Formaten und aktuell jede Woche bei „Neuburg Spricht“ (einfach im Netz suchen) oder in meinem Buch „Von Preußen und Drachen“. Ich habe die letzten sechs Jahre dokumentiert. Sie können alles nachlesen, was ich im Rat beantragt habe, unter www.fw-neuburg.de.

Ihr, Florian Herold

Zum Tod von Rita Süssmuth

Mit großer Betroffenheit habe ich heute vom Tod von Rita Süssmuth erfahren. Diese Nachricht berührt mich persönlich.

Ich durfte Rita Süssmuth Anfang der 90er Jahre in Göttingen kennenlernen. Sie war damals Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Göttingen und kam regelmäßig zu dem von meinem Vater mit organisierten Spiele Autorentreffen Treffen. Für mich war es der erste bewusste Kontakt mit einer Politikerin. Sie setzte sich zu mir, nahm sich Zeit, hörte zu und sprach mit mir über Themen, die mich als Jugendlichen wirklich erreicht haben. Diese Begegnungen haben Eindruck hinterlassen. Auch in den folgenden Jahren war sie bei den Treffen präsent, hielt Eröffnungsreden und blieb nahbar.

Über Parteigrenzen hinweg habe ich Rita Süssmuth stets als große Politikerin wahrgenommen. Klug, zugewandt, klar in der Haltung. Rückblickend bin ich überzeugt, dass diese frühen Begegnungen auch mein heutiges Engagement in der Kommunalpolitik geprägt haben.

Ihr Wirken erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Menschen für Politik zu begeistern und wie entscheidend Vorbilder dabei sind. Gerade in der Diskussion um die Rolle von Frauen in der Politik und insbesondere in der Kommunalpolitik bleibt ihr Lebenswerk aktuell. Politik braucht unterschiedliche Perspektiven, Erfahrung, Empathie und Haltung.

Rita Süssmuth hat Spuren hinterlassen. In der Bundespolitik und ganz persönlich auch bei mir. Florian Herold

FAZIT NEUBURG SPRICHT Worte • Medien • Meinung

An meinem Geburtstag am 25.01. fand heute Abend Neuburg Spricht zum Thema Worte Medien und Meinung statt.

Ich möchte mich von Herzen bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken, bei meinen beiden Mitredenden, der Moderation und dem gesamten Technikteam.

Es war eine herausfordernde und zugleich sehr spannende Veranstaltung. Die Gratwanderung, wie sich Kommunikation in unserer Gesellschaft verändert hat, beschäftigt mich sehr und genau deshalb habe ich den Austausch heute als besonders bereichernd empfunden.

Der Abend hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie sehr sich Kommunikation in unserer Gesellschaft verändert hat und wie groß gleichzeitig der Wunsch nach Orientierung, Einordnung und Verlässlichkeit ist.

Was immer wieder benannt wurde, ist das Fehlen einer kontinuierlichen, verständlichen Informationsstruktur. Nicht punktuell und nicht nur im Konfliktfall, sondern dauerhaft. Eine Struktur, die sichtbar macht, was im Rathaus passiert, welche Themen beraten werden und wo Bürgerinnen und Bürger andocken können, analog wie digital.

Transparenz entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch Regelmäßigkeit. Durch das Erklären von Entscheidungen, das Sichtbarmachen von Prozessen und durch ernst gemeinte Beteiligung. Gerade wenn über neue Formen der Einbindung wie einen Bürger und Unternehmerrat gesprochen wird, braucht es Offenheit und Nachvollziehbarkeit.

Unabhängig davon, wie man den Ton unserer Zeit bewertet: Eine klare und zugängliche Informationsbasis ist die Voraussetzung dafür, dass Beteiligung möglich wird und Stadtentwicklung als gemeinsamer Prozess verstanden werden kann.

Danke für die Offenheit, die unterschiedlichen Perspektiven und die Tiefe des Gesprächs.

Wer mag, kann gerne reinschauen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend.

Hier der Livestream:

Umsetzbarkeit des Stadtentwicklungskonzepts 2026

Damit ein echter Neustart für Neuburg gelingen kann, muss der Haushalt 2026 stärker an einer langfristigen Stadtentwicklung ausgerichtet werden. Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept kann dafür den notwendigen Rahmen geben.

Die aktuell vorgesehenen 150.000 Euro halten wir dafür jedoch nicht für ausreichend. Uns ist bewusst, dass eine umfassende Stadtentwicklung deutlich höhere Mittel erfordern würde. Gleichzeitig halten wir es für sinnvoll, zumindest einen ersten klaren Schritt zu gehen und die vorhandenen Mittel spürbar zu erhöhen.

Aus diesem Grund haben wir einen Antrag eingebracht, der den finanziellen Spielraum erweitert und damit die Voraussetzung schafft, Stadtentwicklung strukturiert, vorausschauend und realistisch anzugehen.

Hier der Antrag:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling,

sehr geehrte Damen und Herren des Rates und der Verwaltung,

im Zuge der Beratungen zum Haushalt 2026 möchten wir als Fraktion der Freien Wähler einen strukturellen Schwerpunkt setzen, der – aus unserer Sicht – für die kommenden Jahre entscheidend sein wird: die Entwicklung eines umfassenden integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK).

Wir verfolgen das Ziel, Neuburg in der kommenden Legislaturperiode auf eine neue, langfristige Grundlage städtebaulicher und strategischer Planung zu stellen. Der vorliegende Haushaltsentwurf weist hierfür eine Planung von 150.000 Euro aus. Diese Summe halten wir angesichts der notwendigen Tiefe, Breite und Beteiligungsprozesse eines solchen ISEK für nicht ausreichend.

Damit das Konzept fachlich fundiert erarbeitet werden kann und Neuburg eine realistische Chance erhält, seine zentralen Zukunftsfragen gemeinsam mit Bürgerschaft, Wirtschaft, Stadtrat und Verwaltung zu beantworten, benötigen wir einen deutlich größeren finanziellen Spielraum.

Die Fraktion Freie Wähler beantragt daher, den Haushaltsansatz für das integrierte Stadtentwicklungskonzept von derzeit 150.000 Euro auf 300.000 Euro zu erhöhen.

Diese Anpassung stellt aus unserer Sicht die notwendige Grundlage dar, um das Projekt professionell, unabhängig und mit der erforderlichen Beteiligungstiefe umzusetzen. Nur unter dieser Voraussetzung können wir den Haushalt in seiner Gesamtheit mittragen.

Mit freundlichen Grüßen, Florian Herold im Namen der Fraktion Freie Wähler Neuburg

NEUBURG SPRICHT – Kultur & Gemeinschaft

Am 7. Dezember um 20:00 Uhr live im FRIZ und online bei YouTube!

Unser kulturelles Leben in Neuburg – mit all den Bereichen, die unsere Stadt prägen, aber oft noch zu wenig im Fokus stehen. Besonders wichtig ist mir dabei, wie wir unser großes, aktives Vereinsleben im Kulturbereich noch besser unterstützen und wie die städtische Kulturförderung diesen wertvollen Initiativen gerecht werden kann.

Ich freue mich sehr auf das Gespräch –
darüber, wie wir unsere Kulturlandschaft weiterentwickeln, mehr Sichtbarkeit für bisher wenig beachtete Bereiche schaffen und Kultur als verbindende Kraft stärken.

Ihr seid herzlich eingeladen, live dabei zu sein!
Stellt eure Fragen, bringt eure Ideen ein und diskutiert mit.
Neuburg spricht – und ihr seid Teil davon.

FRIZ, Schrannenplatz
• Facebook: „Wir sind Neuburg“
• YouTube: über www.live.friz-neuburg.de
(Link wird kurz vorher freigeschaltet)

Wir freuen uns auf euch!

https://youtube.com/shorts/QdBwEbYkd3k?feature=share

NEUBURG SPRICHT – Wellen schlagen

Bäder & Werke

Datum: 26.11., 20:00 Uhr
Ort: Im FRIZ und online

Livestream über Facebook („Wir sind Neuburg“)

und YouTube unter www.live.friz-neuburg.de

(Der Link wird kurz vorher freigeschaltet.)

Kerstin Egerer und Lars Schnauber laden ein und geben gemeinsam mit ihren Gästen spannende Einblicke in die Themen rund um die Neuburger Bäder und die Stadtwerke.

Unsere Gäste:
Roland Harsch (Werkreferent)
Bernhard Pfahler (Wasserwacht)

Im Gespräch: Florian Herold – und alle Interessierten.
Vor Ort im FRIZ oder online können die Teilnehmenden live mitdiskutieren.

Technik und Support:
Christopher Schägger, Matthias Winter und Deniz Murici

Livestream: live.neuburg-spricht.de

Kommt vorbei – Neuburg spricht!

Grünauer Straße (Abschnitt Grundschule Englischer Garten – Berliner Straße)

Ich teile mit Euch meinen Antrag, sicher gibt es hier 100 Meinungen, mir ist der Erhalt der Lebensquallität der Anwonhnenden wichtig, daher gebe ich diese Punkte in den Diskurs des Rates.

Antrag an den Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und den Stadtrat der Stadt Neuburg an der Donau

Betreff: Rücknahme des eingeschränkten Halteverbots und Einführung einer Tempo-30-Regelung in der Grünauer Straße (Abschnitt Grundschule Englischer Garten – Berliner Straße)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling, sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats,

Beschlussvorschlag

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Das kürzlich eingeführte eingeschränkte Halteverbot (Verkehrszeichen 286/290) im oben genannten Abschnitt der Grünauer Straße wird aufgehoben. Die fest installierte Beschilderung ist zu entfernen und das bis Ende 2024 geltende Parkregime – Parken am rechten Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Berliner Straße – wiederherzustellen.
  1. Unabhängig davon wird für den betreffenden Abschnitt eine streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h gemäß § 45 Abs. 1b Nr. 6 StVO eingeführt – von der Einfahrt zum Parkbad bis zur Einmündung Berliner Straße.
  1. Es wird ein Dialog-Display („Sie fahren … km/h“) installiert. Zudem soll die Polizei verstärkt mobile Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Die Wirkung der Maßnahme ist nach sechs Monaten zu evaluieren und dem Verkehrsausschuss zu berichten.

Sachverhalt

Im Zuge der Fernwärme-Großbaustelle wurde 2024 in der Grünauer Straße ein temporäres absolutes Halteverbot (Zeichen 283) per mobiler Beschilderung eingerichtet, um den Baustellenverkehr umzuleiten. Nach Abschluss der Bauarbeiten am 31.12.2024 blieb die Beschilderung bestehen – zunächst mit dem Hinweis auf Großveranstaltungen wie das Donauschwimmen oder den Faschingsumzug. Diese Begründungen sind inzwischen entfallen. Die beschlossenen fest installierten Verkehrszeichen 286/290 wurden angebracht, die ein dauerhaftes eingeschränktes Halteverbot ausweisen.

Die Grünauer Straße ist laut Bebauungsplan Nr. 140 eine Gemeindestraße, keine Hauptverkehrsstraße. Sie verfügt über einen Fahrbahnquerschnitt von 7,50 m zuzüglich eines 2,25 m breiten Geh- und Radwegs.

Seit dem Wegfall der parkenden Fahrzeuge mehren sich Rückmeldungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, die ein deutlich erhöhtes Geschwindigkeitsniveau beschreiben – häufig wahrgenommen über 60 km/h. Auch meine eigene Wahrnehmung bestätigt diesen Effekt. Die parkenden Fahrzeuge hatten eine deutlich verkehrsberuhigende Wirkung, die nun plötzlich fehlt. Der Abschnitt ist mittlerweile sogar im bayernweiten Blitzmarathon 2025 als Tempo-30-Kontrollstelle aufgeführt.

Begründung

  1. Verhältnismäßigkeit (§ 45 Abs. 9 StVO)
    Ein generelles Parkverbot bedarf laut StVO einer konkreten, nachgewiesenen Gefahrenlage. Meines Wissens wurde eine solche Gefahr weder in der Verwaltung dargelegt noch im Verkehrsausschuss behandelt. Die Maßnahme erscheint daher nicht verhältnismäßig.
  1. Ausreichende Fahrbahnbreite
    Selbst bei beidseitig parkenden Fahrzeugen mit je 2,00 m Breite verbleibt eine Fahrgasse von ca. 3,50 m – ausreichend für Begegnungsverkehr bis 7,5 t. Einseitiges Parken, wie zuvor üblich, stellt also keine Behinderung dar.
  1. Verkehrsberuhigung durch Seitenparker
    Studien zeigen, dass parkende Fahrzeuge eine verkehrsberuhigende Wirkung haben, da sie den Straßenraum optisch verengen. Das senkt die Durchschnittsgeschwindigkeit um bis zu 8 km/h. Im Verkehrsausschuss waren wir uns – meiner Erinnerung nach – bereits darüber einig, dass dies ein sinnvoller Effekt ist. Die Wirkung war in der Grünauer Straße spürbar und ist mit dem Wegfall der Parker ebenso spürbar verschwunden.
  1. Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer (§ 45 Abs. 1c StVO)
    Im betroffenen Abschnitt liegen eine Grundschule, ein stark frequentierter Zebrastreifen und mehrere Grundstückszufahrten ohne durchgehenden Gehweg. Eine streckenbezogene Tempo-30-Regelung wäre hier aus Gründen der Verkehrssicherheit mehr als angemessen.
  1. Anwohnerinteressen und Gleichbehandlung
    In zahlreichen Straßen mit ähnlicher oder schmalerer Fahrbahnbreite (z. B. Hirschenstraße, Ostendstraße, Sudetenlandstraße, Längenmühlweg) ist das Parken weiterhin erlaubt. Eine Sonderregelung nur für die Grünauer Straße entzieht sich für mich einer sachlichen Grundlage.

Fazit

Die derzeitige Regelung führt nicht nur zum Verlust dringend benötigter Anwohnerparkplätze, sondern verschärft auch das Geschwindigkeitsverhalten meiner Wahrnehmung nach deutlich. Ich halte beides – sowohl die Rücknahme des Halteverbots als auch die Einführung einer Tempo-30-Regelung – für geboten, allerdings als zwei getrennt zu betrachtende Maßnahmen.


Daher beantrage ich eine getrennte Abstimmung über Punkt 1 (Wiederherstellung des Parkens) und Punkt 2 (Tempo 30). Beide Maßnahmen zielen in ihrer Wirkung auf mehr Sicherheit und Lebensqualität – und verdienen daher eine faire und eigenständige Bewertung. Punkt 3, wäre eine gute Ergänzung, wenn wir 1&2 positiv entscheiden, wäre dieses abzuwägen aber auch bei einer Ablehnung, zumindest eine Maßnahme die gut wäre.

Mit freundlichen Grüßen, Florian Herold
Fraktionsvorsitzender Stadtrat, Referent für Tourismus Neuburg an der Donau

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Herold

Neuburg, den: 06.07.2025

Zum Beschluss, die Semmeltastenzeit beim Parken wieder auf 30 Minuten zu reduzieren und was mir dazu durch den Kopf geht

Ich verstehe das alles nicht.

2021 habe ich beantragt, dass wir das erste Mal in der Geschichte Neuburgs ein Gesamtparkkonzept aufstellen um endlich alle Interessen, Handel, Stadtentwicklung, Autoführung zu erörtern und dann dieses in einen auf sich abgestimmtes Parkkonzept zu gießen. (Falls jemand den Antrag lesen will: https://fwherold.de/?p=819). Schließlich haben wir jetzt endlich, Ende 2023, also zwei Jahre später, angefangen dieses zu besprechen, mit der Aussicht, bis Sommer 2024 im Rat über ein Gesamtkonzept abstimmen zu können. Das sollte auch die Frage der Semmeltastenzeit einschließen.

Wieso wir dann vorher kurzfristig die 45 Minuten für die Semmeltaste, die wir erst vor 2 Jahren auf meinen Antrag hin positiv eingeführt haben, unter dem Vorwand der Sparsamkeit auf 30 Minuten reduzieren müssen, in dem Wissen, dass es keinen Unterstützenden dafür im Handel der unteren Altstadt gibt, erschließt sich mir nicht.

Ob wir dadurch mehr Geld einnehmen oder mittelfristig das Einkaufsverhalten in der unteren Altstadt schädigen, bleibt abzuwarten.

Ich glaube, dass auf jeden Fall am falschen Ende gespart wird.

Ich frage mich, da alle immer davon reden, dass sie wirklich Unterstützer einer belebten unteren und oberen Altstadt, also eines Zentrums sind, wie man sich dann an der Stelle dafür aussprechen kann, einen Teil der Attraktivität des Einkaufens bei uns abzubauen.

Wie gesagt, ich verstehe das nicht und bin stolz auf meine Freien Wähler, die alle an den 45 Minuten kostenfreien Parkzeit, in der Abstimmung, festgehalten haben.

Wenn mich jemand fragt, wo wir das Geld sonst einsparen könnten, sollte er wissen, dass die Stadt 2024 Neuverschuldung plant und wir ganz andere Konzepte, grundlegende Veränderungen und Entscheidungen brauchen, um von der Verschuldung runterzukommen.

Das bedarf aber einer Grundsatzentscheidung. Die kann ich als Rat nur fordern, nicht herbeiführen.

Daher ist für mich jede Art von Wirtschaftsförderung sinnvoll. Jede Form von begünstigtem Parken in Form von Zeit und/oder Geld ist eine Förderung.

Daher rede ich nicht von Kosten, sondern von Strukturen, die wir schaffen sollten, eine attraktive untere Altstadt fortan zu entwickeln. Deswegen habe ich auch den Antrag gestellt, (https://fwherold.de/?p=1043) aus dem EU-React-Programm mehr zu machen als nur ein paar Bänke aufzustellen. Es sollten besser die Punkte angegangen werden, die klar als Förderung erarbeitet worden sind und unsere Stadtentwicklung, Bürgernah, voranbringt. Das sind im Kern, mehr an und mit der Donau zu entwickeln und den Schrannenplatz neu zu denken.

Es gibt noch viel Gesprächsbedarf über den Haushalt für das kommende Jahr 2024 der Stadt Neuburg, es gibt da so einiges drin, was ich nicht verstehe.

Am härtestes trifft die Aussetzung im dritten Jahr vom Multikultifest im Ostend, in einem anderen Zusammenhang berichte ich mal, was wir so pro Kopf fördern, wenn man in Neuburg zur Kunstakademie oder ins Theater geht, aber das Geld für eine echt Integrative Veranstaltung und ein Ereignis für ca. 7000 Neuburger*innen sparen wir ein, nein das verstehe ich wirklich nicht.

Wenn wir uns nicht retten könnten vor Unternehmen, die mit ihrem Geld unser Staatssäckel füllen, kein Problem. Uns jetzt aber noch unattraktiver zu machen, ist nicht klug. Ich nenne nur zwei Zahlen. Zwar ist unser Gewerbesteuerhebesatz in Neuburg mit aktuell 360 nicht hoch, aber Oberhausen hat 310. Da wir jetzt in Neuburg auf 370 wollen, muss man sich die Mühe machen, endlich grundsätzlich zu überlegen, wie die Stadt sparen kann. Die Unternehmerschaft das ausbaden zu lassen, ist nicht ok, auch das verstehe ich nicht.

Eins sage ich abschließend, die 15 Minuten weniger sind nicht die Welt, dass ist richtig. Richtig ist auch, die 15 Minuten sind alles, weil es einen Trend setzt, dass wir die Gelder, die wir nicht haben und ausgeben wollen, bei den Geschäftsbereichen derer nehmen, die unsere Stadt finanzieren sollen. Unserer Stadt das eigene Stuhlbein anzusägen ist mehr als unklug und daher wehre ich mich lautstark! Wir haben schon viele Jahre der Säge zugesehen, weil die Stadt durch den Hohen bei den Stadtwerken abgelegten Schuldenstand, der jetzt dort seit vielen Jahren reintropft, bewegunsarmer ist. Jetzt den Nächten Schritt zu gehen und unsere Unternehmer indirekt anzusägen, das verstehe ich nicht.

Mir fehlt noch der Konsens, dass wir ein noch nicht voll erfasstet Problem des Haushalts in Neuburg haben und Lösungen brauchen. Den sollten wir bald finden, sonst wird es 2026 für den kommenden Stadtrat ein schwerer Start und für alle massive, dann nicht mehr zeitlich taxierbare, Einschnitte geben.  

Verstehen Sie das alles?

Ihr Florian Herold

Bild erstellt mit craiyon.com, ein KI Bild zur Veranschaulichung des Beitrags.