ZUM ONLINEBERICHT VOM 24.07.2023 DER NEUBURGER RUNDSCHAU

Neuburger OB Gmehling: Zusammenarbeit mit AfD ist „kein No-Go“

Von einer Vereinbarung zwischen mir und Frau Wilhelm, das Beste in guter Zusammenarbeit zu geben, davon weiß ich nichts und dem möchte ich entschieden widersprechen.

Ich weiß nicht, wieso Frau Wilhelm auf die Idee kommt und so etwas behaupten. Ich weiß nicht, was der Grund dafür sein könnte? Ist es vielleicht die neue Salonfähigkeit der AFD, ist es vielleicht das Umfragehoch der AFD? Passt es grade zu der Stimmung, ist es vielleicht genau der Kern, die Zusammenarbeit, die sich die AFD schon so lange wünscht? Komisch, mit Lucke und Petri war eine Zusammenarbeit am Ende nicht mehr möglich, Höcke und Weidel scheinen eher die politische Gesinnung abzubilden. Ein Phänomen der AFD ist, dass sie als einzige Partei durch Zersetzung gedeiht.

Meine Grundhaltung bleibt unbeirrt.

Auch, wenn die AFD 80% bekommen würde, ist die AFD für mich nicht akzeptabel, solange der Rechtsruck, den diese Partei in den letzten Jahren in meinen Augen gemacht hat, sich fortsetzt.

Ich finde, die AFD ist der herausforderndste politische Gegner unserer demokratischen Grundidee. Daher sollte die AFD, auch wenn dies in der Kommunalpolitik bei machen Themen kaum eine Rolle spielt, bei uns keinen Fußbreit Akzeptanz erleben.

Wir können uns auch ohne rechte Parteien, wie der AFD, REP etc., den Herausforderungen stellen und uns dabei der demokratischen und, im Stadtrat hervorgehoben, der sachorientierten Politik stellen und diese bewältigen.

Es fing mit einem zustimmenden Klopfen vor einem Jahr im Stadtrat für Frau Wilhelm an und setzt sich jetzt fort in einer ersten Annäherung, hier müssen wir alle, auch die CSU, Haltung zeigen.

Das ist daher für mich auch eine Grundsatzfrage. Ich überlege, wie stellen wir uns als Freie Wähler Neuburgs dieser Frage?

Für mich persönlich kann ich sagen, ich widerspreche Frau Wilhelm entschieden, ich suche keine Zusammenarbeit und sicher gebe ich auch dafür nicht mein Bestes.

Solange ich kann, arbeite ich politisch daran, aufzuzeigen, dass wir Freien Wähler gute Lösungen für Neuburg präsentieren, im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger, ohne dafür Ausgrenzung und Populismus als Werkzeug zu verwenden, welche ich persönlich so bei AFD wahrnehme.

Ich mache mich dafür stark, in einem guten Miteinander in Neuburg aktiv zu sein, bei der Arbeit, dem Ehrenamt und dem Miteinander. Wenn Frau Wilhelm sich diesem anschließen möchte, findet sie sicher einen aktiven Verein oder eine Partei, in der sie ihre Ideen verwirklichen kann. 

Für mich ist es ein klares No-Go, extreme Parteien spalten uns und verändern können wir unser Neuburg nur gemeinsam! 

Florian Herold

„NEUBURG SPRICHT DIREKT“ mit Horst Winter

Ein Gast, eine Stunde Talk

Als ersten Gast freue ich mich sehr auf Horst Winter!

Die ersten 30 Minuten sprechen über seine Lebendige Geschichte in Neuburg, seine Familie, seine Lebensgeschichte, als Stadtrat, Mann des sozialen Ehrenamtes, als aktiven in der Gemeinde und viel mehr.

Die zweite hälfte der Stunde gehen wir auf aktuelle Themen ein. Als aktiver im Bündnis Auwald statt Asphalt wird die Umgehung sicher Teil unseres Gesprächs sein.

Wann?

Am Freitag, den 21.07.2023 von 15:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr

Wo & Wie?

Die Veranstaltung findet online auf der Facebook Seite „wir sind Neuburg“ statt und ist im Nachgang online einsehbar unter anderen auf www.fwherold.de

Als Begleiter für die Onlinestimmen, unserer Zuschauenden, freue ich mich auf Christopher Schägger.

Lieben Gruß,

Florian Herold

„Vision Neuburg: Altstadt im Wandel“

Hallo Neuburg,

wir laden Sie ein, mit uns über Themen der Stadtentwicklung zu sprechen.

Am 27.07.2023 ab 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Pfafflinger. Eine Anmeldung ist gewünscht unter: veranstaltung@fw-neuburg.de

Unser Programm für den Abend:

1. Begrüßung

19:00 bis 19:10 Uhr

2. Wie gestalten wir Logistik „lokal und nachhaltig“?

19:10 bis 20:00 Uhr

Als Referenten für eine direkte Lösung, freuen wir uns über Felix Dossmann (Geschäftsführer Grünfuchs). Er präsentiert ein neu gedachtes Logistikkonzept für die Stärkung des Handels  mit der Anbindung aller Postversender, der möglichen Anbindung lokaler Versandstrukturen wie Apotheken etc., und mit einer deutlichen Reduzierung von Emissionen.

Im Anschluss gibt es Raum für eine kurze Fragerunde.

3. Entwicklung der unteren Altstadt

20:00 bis 21:00 Uhr

Wir sprechen über die Ergebnisse der Neuburger Zukunftswerkstadt, mit den Schwerpunkten zur Entwicklung der unteren Altstadt:

•         Wie geht’s weiter am Schrannenplatz?

•         Die Anbindung unserer Donau

•         Was tun wir gegen den Trend des steigenden Leerstands?

Die Ergebnisse der Neuburger Zukunftswerkstadt sind bei der Stadt Neuburg einzusehen.

Dazu hält Bürgermeister Dr. Johann Habermeyer einen Impulsvortrag zur Entwicklung unserer Stadt und geht auf die Innovationen der Zukunftswerkstadt ein und wie es dazu kam.

Florian Herold spricht über den Bereich Leerstandsmanagment und stellt eine Lösung vor, wie wir dieser Frage neu begegnen können.

Im Anschluss suchen wir das Gespräch mit allen Anwesenden.

4. Offenes moderiertes Gespräch zu den Vorträgen

21:00 bis 21:30 Uhr

Ende des moderierten Teils, freies Gespräch mit den Referierenden an den Tischen

21:30 bis 22:00 Uhr

Ende der Veranstalltung

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Herold

Antrag „Lebendiges Stadtzentrum“

Antrag an den Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und den Stadtrat zum Bekenntnis für ein Lebendiges Stadtzentrum.

Sehr geehrter Dr. Bernhard Gmehling, sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Verwaltung,

Zur Belebung der Innenstadt ist es – unter Anderem – erforderlich, neue Nutzungen in leerstehende Räume zu bringen und zu verhindern, dass bestehende Betriebe abwandern.

Aus diesem Grund beantrage ich:

  1. Unter dem Namen „Lebendiges Stadtzentrum“ dem Stadtmarketing Jährlich Gelder zukommen zu lassen, die diese eigenverantwortlich für den Bereich Leerstandsmanagement nutzen können.
  2. Das Stadtmarketing wird in die Lage versetzt (und mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet, bis maximal 250.000€), ein aktives Leerstandsmanagement zu betreiben.
  3. Alle leerstehenden Ladenflächen, der unteren Altstadt, sollen einer Nutzung zugeführt werden.
  4. Entweder durch das Stadtmarketing angemietet und an Interessierte weitervermietet werden. Hierbei überbrückt das Stadtmarketing die Erprobungsphase einer Geschäftsidee mit dem Ziel, dass anschließend ein Mietvertrag mit den Vermietern abgeschlossen wird.
  5. Zum Start neuer Ideen kann die Ladenfläche, maximal drei Monate, als Kreative-Space eingerichtet werden. Das Stadtmarketing schafft in diesen Läden Raum, für Ideen zur Belebung der Innenstadt.
  6. Bei nichtweitervermieteten Läden sollen die Schaufenster für Werbezwecke genutzt werden.
  7. Welche Geschäftsbereiche aus Handel, Handwerk und Dienstleistung gefördert werden, definieren die Mitglieder des Stadtmarketings in einem jährlichen Turnus. Dazu erarbeitet eine Findungsgruppe einen Regelkatalog für Mietende und Vermietende.
  8. Damit Verträge mit Vermietenden für das Stadtmarketing planbar sind, genehmigen wir die Mittel bis einschließlich 2026, somit sind 3 Jahresverträge möglich.
  9. Eine mögliche Verlängerung wird jährlich im Stadtrat besprochen.
  10. Die Stadtverwaltung wird beauftragt Möglichkeiten für Förderbarkeit zu prüfen.

ENDE DES ANTRAGS

Möchten Sie den Antrag untersützen? Dann geht das unter: https://chng.it/FwtH4kcLhb

Lebendiges Stadtzentrum

Unterstützen können Sie die Idee hier: https://www.change.org/LebendigesStadtzentrum

Zusammenfassung der Idee:

Ich möchte ein Lebendiges Stadtzentrum und ich hoffe, für uns alle ist das erstrebenswert. Was tun wir bisher, um dieses lebendig zu gestalten? Vereine, Stadtmarketing, die Stadt, viele Gewerbetreibende sind aktiv und geben alles, um Neuburg lebendig zu halten.

Aber wie ist die voraussichtliche Entwicklung? Trotz aller Ideen und Maßnahmen steigt die Anzahl an leer stehenden Objekten, die Fluktuation steigt und die Qualität sinkt dadurch auch.

Wer sollte der Entscheider sein bei Fragen zum Zentrum? Ich finde die Aufgabe liegt bei uns allen und nicht allein bei einzelnen Vertretungen, die Bürgerbefragung und auch die Zukunftswerkstadt zeigen deutlich, Leerstand ist ein Thema, dem wir uns gemeinsam annehmen müssen.

Was können wir tun? Meine Antwort ist ein finanziertes, zielgerichtetes Leerstandsmanagement ab 2024, mit einem Haushalt von 250.000 €. Umgesetzt durch das Stadtmarketing. Wir mieten Gewerbeflächen, vermieten diese weiter und führen Sie auch im Leerstand einer Verwendung zu.

Welche Partner sind wichtig? Vermietende, die bereit sind, Ihre Objekte zur Verfügung zu stellen. Mietende, die Lust haben, in Neuburg mit Handel, Handwerk, Dienstleistungen oder 3. Place-Lösungen aktiv zu werden.

Die Stadt, den Stadtrat, der die Gelder, über einen mittelfristigen Zeitraum, zur Verfügung stellt. Aktive Gewerbetreibende, die mitgenommen und beteiligt werden sollen.

Einen Vorschlag, wie Hürden für Vermietende und Mietende aussehen könnten finden Sie hier: www.fwherold.de

Hürden, die ich als Antragsstellender nehmen möchte:

1. Bekenntnis des Stadtrates zum lebendigen Stadtzentrum

2. Auftrag an unser Stadtmarketing und ein schneller Pilot

3. 250.000 € im Haushalt 2024 für das Projekt freigeben

Um diese Hürden zu nehmen, brauche ich Glaubwürdigkeit und die Wahrnehmung, dass dieser Schritt wichtig ist für Neuburg. Damit einher geht die Frage an Sie, wollen Sie „ein Lebendiges Stadtzentrum“ unterstützen?

Klar das Ziel vor Augen!

1. Volle untere Altstadt, im Ideal sind alle Flächen besetzt, gerne mit neuen Konzepten, um Neuburg mit Alleinstellungmerkmalen sichtbar zu machen

2. Die untere Altstadt damit zielgerichtet in den Fokus nehmen

3. Alle Mietenden unterstützen, rentabel zu werden, damit Sie solide zahlende Mieter für Ihr Objekt sind

4. Leuchtfeuer des Handels, Handwerk und der Dienstleistung zu sein für die Region 10

Was denkt Ihr? Habt Ihr Idee und Verbesserungsvorschläge? Der erste Schritt ist den Weg zu ebnen, im zweiten Schritt erarbeiten wir die genaue Umsetzung. Folgende Infos gibt es dazu schon: www.fwherold.de

Danke für die Zeit und natürlich für die Unterstützung 🙂

Unterstützen können Sie die Idee hier: https://www.change.org/LebendigesStadtzentrum

Details zum Antrag: Lebendiges Stadtzentrum

Unterstützen können Sie die Idee hier: https://www.change.org/LebendigesStadtzentrum

Erläuterung:

unser Zentrum der unteren Altstadt ist historisch gewachsen, ein Ort, an dem wir aufeinandertreffen.

Dort zelebrieren wir Handel, Gastronomie, Handwerk, Markt, Feste, Kultur, haben Zentren wie Museen, wir bündeln Kompetenzen im Bereich Gesundheit, Dienstleistung, Versicherungen. Es tagt der Rat der Stadt und vieles mehr.

Dabei findet mehr statt als der reine Zweck der Sache, es entsteht eine Kultur des Austausches, unsere Identität, die Neuburg einzigartig macht.

Wie wichtig das ist, sieht man schnell, wenn man an Orte schaut, wo diese Art von selbstverständlicher Kultur langsam zerfällt. Schleichend beginnt dieser Vorgang auch in Neuburg.

Für mich ist es das Wesen unserer Stadt und daher fühle ich mich als Stadtrat aufgerufen, diese Priorität abzufragen und ich hoffe, sie gemeinsam einzufordern. Der Bedarf ist groß, die Entwicklung der gewerblichen Leerstände in der unteren Altstadt ist alarmierend und die vorherrschende Resignation bei fehlendem Gewerbe in der oberen Altstadt ist mehr als traurig.

Bernhard Mahler sagte bei der Präsentation der „Neuburg Filme der 80er“: „Ein Schuhgeschäft haben wir nicht mehr.“ In der oberen Altstadt fehlt vieles, vieles wird vermisst, ein Bäcker, ein kleiner Laden. Die Art der Geschäfte prägt auch die Kunden*innen, die kommen oder eben nicht mehr kommen. Wir brauchen nicht ein weiteres, möglicherweise elftes Geschäft für Goldankauf, oder ähnliches.

Nur, Präsenz heißt, dass wir auch dort einkaufen gehen. Ich will und kann die untere und obere Altstadt Neuburgs nicht aufgeben, nach meiner Einschätzung reguliert sich der Markt an der Stelle nicht von allein.

Es wird breitflächig beantragt werden, dass Gewerbeflächen in Wohnflächen umgewandelt werden, weil die Alternative an möglichen Gewerbe-Mietern fehlt und die Attraktivität verloren gegangen ist. Dabei spreche ich nicht von

15 – 20 € netto Kaltmiete pro m². Dass wir diese Mieten, nicht halten können, haben die meisten schon wahrgenommen. Gewerbe befruchtet sich immer gegenseitig, daher sollte und könnte die Innovation als solche kommen, Gewerbe mitzugestalten, um für alle Gewerbetreibenden den Standort maßgeblich zu stärken.

Wir als Stadt sollten die Herausforderung „Lebendiges Stadtzentrum“ auf uns nehmen. Einen Satz höre ich immer häufiger: „Wieso soll ich noch in die Stadt, da ist doch eh nichts mehr los“.

Daher möchte ich den Stadtrat bitten, dass wir aktiv beginnen, mit finanziellen Mitteln in den Bereich „Gewerbliche Stadtentwicklung“ einzusteigen. Es ist für mich die vielversprechendste und schnellste Lösung, an dieser Stelle Starthilfe zu geben und ein Konzept zu haben, welches den Leerstand beenden kann und Neuburg attraktiv ausrichtet.

Ein für Bürger-Kultur und Tourismus lebendiges Stadtzentrum ist wichtig, weil es eine Reihe von Vorteilen bietet:

  1. Attraktivität: Ein lebendiges Stadtzentrum zieht Besucher an, sowohl Touristen als auch Einheimische und Menschen aus dem Nahbereich der Region 10. Dadurch kann die Wirtschaft gestärkt werden, indem mehr Menschen in die Geschäfte, Restaurants und andere Einrichtungen kommen.
  2. Gemeinschaft: Ein lebendiges Stadtzentrum bietet eine Gelegenheit für die Gemeinschaft, zusammenzukommen und zu interagieren. Es kann ein Ort sein, an dem lokale Veranstaltungen und Festivals stattfinden, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Stolz auf die Gemeinde fördern.
  3. Kulturelle Vielfalt: Ein lebendiges Stadtzentrum trägt dazu bei, die kulturelle Vielfalt von Neuburg und der Region 10 zu zeigen. Es ist ein Ort, an dem verschiedene Arten von Kunst, Musik und Essen präsentiert werden, was dazu beiträgt, die Wertschätzung für kulturelle Unterschiede zu fördern und Lust macht, sich hier aufzuhalten.
  4. Identität: Ein lebendiges Stadtzentrum trägt dazu bei, die Identität von Neuburg zu stärken. Durch die Schaffung von Symbolen, Traditionen und Orten, die einzigartig für uns sind, können wir als Bürger*innen stolz auf unsere Heimatstadt Neuburg sein.

Für Bürger-Kultur und Tourismus ist das „lebendige Stadtzentrum“ ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und prosperierenden Stadt. Ich wünsche mir, dass wir diese Vorteile erhalten, dafür habe ich einen Plan entwickelt und diesen mit vielen Menschen reflektiert. Dieser Antrag ist das Ergebnis und ich freue mich, dass viele diese Lösung unterstützen.

Um die wichtigste Frage vorneweg zu beantworten: natürlich kostet es uns Geld!

Alle Mittel, die wir von städtischer Seite dafür zur Verfügung stellen würden, werden wir mit Einschnitten an anderer Stelle sparen müssen. Gerade wenn wir wenig Geld haben, sollten wir uns die Frage stellen, in welcher Reihenfolge gehen wir vor? Kein Posten sollte in den Haushalt 2024 kommen, ohne die Frage der Wichtigkeit zu durchlaufen.  

Persönlich, und als Referent für Tourismus, steht für mich ein Aufhalten des Zerfalls der Attraktivität unserer unteren und oberen Altstadt ganz vorne. Ich wünsche mir eine Umkehr dieser Entwicklung, um keinen nachhaltigen Schaden unseres Standortes als Bürger-Kultur und Tourismus „Lebendiges Stadtzentrum“ zu erleben.

Zusammenfassung meiner Zielsetzung:

„Eine lebendige und vielseitige Stadtlandschaft, die gleichermaßen die Bedürfnisse der Einheimischen und der Besucher erfüllt, ist anzustreben. Hier finden sich kulturelle Attraktionen, gastronomische Angebote und Shopping-Möglichkeiten, die die lokale Identität und Geschichte der Stadt widerspiegeln. Darüber hinaus können wir Plattform für neue Ideen sein, für „Dritte Orte“, um uns als Stadt an dem sich entwickelnden Bedarf auszurichten und damit den Trend, die Städte zu verlassen, aufzufangen.

Gleichzeitig bieten sie ein ansprechendes Umfeld für Touristen, die das Stadtzentrum erkunden möchten. Wir heben uns von anderen Städten deutlich ab, weil wir ein lebhaftes Stadtzentrum erhalten, damit auch werben können und direkt für alle, die einen Einkauf im Fachhandel- Handwerk und bei Dienstleistern suchen, bei uns fündig werden. Als Reiseziel allemal ein Fakt, der Jahr für Jahr eine größere Bedeutung bekommen wird.

Die Kombination aus authentischer Bürger-Kultur und einem attraktiven Tourismusangebot machen das Neuburger Stadtzentrum zu einem einzigartigen Ort, der mit seiner historischen Altstadt, unserem Schloss und der malerischen Donau, gepaart mit einer vielfältigen Fachhandels-, einer geschäftigen Handwerkslandschaft und einem umfangreichen kulinarischen Angebot sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern für Begeisterung sorgt.

Machbar wird diese Zielsetzung, indem wir als Stadt maßgeblich dazu beitragen, Geschäftigkeit zu erhalten und auch mitprägen, welche Form von Gewerbe und Aktivitäten sich entwickelt.

Was fehlt uns denn und inwieweit wollen wir dafür aktiv werden?

Dazu brauchen wir ein agiles Gewerbe-Flächenmanagement, das, mit diesem Ziel als Vorgabe, Entwicklung vorantreibt und gezielt nach Betreibenden sucht, um Fachbereiche und Lücken zu füllen und Ideen zu ermöglichen, die wir unterstützen. Leerstand würde bis zur konzeptionellen Vermietung von Dritten befristet genutzt werden, damit wir den Leerstand, in allen Objekten, die uns anvertraut werden, verschwinden lassen. Dafür brauchen wir in erster Linie die Unterstützung und Teilnahme der Vermietenden, die partnerschaftlich mit der Stadt an einer Neugestaltung arbeiten.

(Rechtsfrage: In welcher Rechtsform mein Antrag umgesetzt wird und inwieweit wir an der Stelle unser Stadtmarketing einbinden oder eine eigene Firma dafür gründen, ist zu klären. Damit wir als Stadt nicht in Schwierigkeiten wegen der Wirtschaftsförderung geraten. Ich würde es unbedingt in unser Stadtmarketing lagern und damit dieses auch deutlich attraktiver machen für Mitwirkende. In einem Vorgespräch mit Herrn Rick konnte ich erste Fragen dazu klären.)

Hiermit skizziere ich einen Weg den wir als Stadt gehen könnten, unter dem Banner „Lebendiges Stadtzentrum“.

Bekenntnis zum „Lebendigen Stadtzentrum“

Die Stadt erklärt, dass sie in dem Bereich Leerstand von Gewerbeflächen im Erdgeschossbereich der unteren Altstadt aktiv wird und Wege findet, diese Stück für Stück zu unterstützen, um diese Räumlichkeiten wieder mit Leben zu füllen. Dabei entscheiden wir uns für einen Katalog an Bedingungen, die wir für Leerstand definieren und bieten allen Vermietenden bestimmter Bereiche an, unter diesen Bedingungen, die Ladenflächen zu mieten und gesteuert und subventioniert weiter zu vermieten. Zielsetzung ist es, langfristige Unternehmungen zu finden, die in der Lage sind, ihre Miete zu tragen und durch unsere Starthilfe in diese Lage gebracht werden. Dieser Bedingungskatalog sollte jährlich auf den Prüfstand und von allen aktiven (ggfls. Mitgliedern des Stadtmarketing) mitgestalten werden können. Neuburg sollte zusammen entscheiden, wie wir unsere Stadt entwickeln.

Mögliche Bedingungen und Vorteile für die Vermietenden könnten sein:

  • Es gibt zwei Arten von Mieten, die wir zahlen, eine kleine Grundmiete und eine Erhöhung, wenn wir einen Untermieter beziehen lassen. Damit wäre aber, bei Leerstand, für die Vermietenden eine Grundmiete sicher. Eine Kopplung der Miete an Erfolge der Gewerbe wäre auch denkbar. Die Flächen würden wir bis zur Vermietung trotzdem an Dritte zur Verwendung geben, um dort befristet Projekte umzusetzen oder sich zu präsentieren, damit die Außenwirkung der leeren Geschäfte verschwindet und „Non Profit“ und weniger profitable Bereiche aktiv sein können.
  • Das ausführende Organ (GmbH, Stadtmarketing, etc.) entscheidet im Sinne der Grundsatz-Beschlüsse „Lebendiges Stadtzentrum“, die von einem Gremium vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung des Stadtmarketings verabschiedet werden, welcher Handelsbereich, welches Gewerbe oder welche Gastro den Laden nutzt, damit die Vielfältigkeit und Tragfähigkeit bestimmter Bereiche gestärkt wird und wir bestimmte Geschäftsarten als ausreichend betrachten. Eben bei diesen Beschlüssen, können die Vermietenden sich einklinken und die regelmäßigen, (ggfls. jährlichen) Anpassungen als Mitglieder des Stadtmarketing, mit entscheiden.
  • Wir bieten alle Objekte über eine Plattform an und vermarkten alle Objekte in einem gleichberechtigen Katalog, definiert über Basispreis unter Beachtung von Lage und Zustand. Zweckgebunden gibt es dann die Möglichkeit andere Mieten zu verlangen.

Mögliche Bedingungen und Vorteile für die Mietenden könnten sein:

  • Ein kurzer Mietvertrag, vielleicht erstmal für ein Jahr.
  • Eine stark gestaffelte und reduzierte Miete. Beginnend auch mit Mietgrundkosten-Freiheit, bis auf die Nebenkosten.
  • Mögliche Transparenz des Gewerbes, der Bilanzen, welches bei nachhaltiger Sichtung zeigt, dass eine längere Unterstützung zum Erfolg führen könnte.
  • Eine Verpflichtung, bestimmte begleitende Maßnahmen für die Gewerbegründung mitzumachen, wie z.B. IHK (andere)-Gründerbegleitung oder, wenn relevant, Buchhaltungskurse etc., um eine höhere Erfolgschance zu schaffen.
  • Eine Bindung des Vertrags, der gleichzeitig eine Mitgliedschaft wie beim Stadtmarketing sein könnte.
  • Eine Verpflichtung den Kernbereich der Tätigkeit, in dem vorher als Förderbar beschlossenen Tätigkeiten, auch auszuführen.

Gesprächsrunde mit den Vermietenden &

Pilotprojekt 2023 Gewerbeflächenentwicklung

Wir bitten unser Stadtmarketing alle Inhaber*innen von Gewerbeflächen im Erdgeschossbereich der unteren und oberen Altstadt zu einem Workshop einzuladen. Dieser findet sehr zeitnah 2023, nach einem positiven Beschluss des Stadtrates statt.

Die Veranstaltungsplanung und die Ladung übernimmt das Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit der Pressestelle, den Bürgermeistern und den relevanten Referenten*innen der Stadt.

Bei diesem wird die Idee „Lebendiges Stadtzentrum“ vorgestellt und Fragen werden beantwortet. Wir gehen kreativ mit den Vermietenden in ein Gespräch, um zu erörtern, was ihnen dabei wichtig ist.

Wir suchen gleich zwei Flächen, die leer stehen, für ein Musterprojekt.  Wir hoffen, dann zwei Vermietende zu finden, die mit uns die Idee austesten für einen Zeitraum von einem Jahr, mit der Option auf langfristige Verlängerung.

Das sollten wir umgehend in der Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing 2023 verwirklichen. Die Mittel dafür brauchen wir aus dem Haushalt 2023, Restmittel, ich gehe von ca. 30.000 € aus.

Lebendiges Stadtzentrum“ im Haushalt 2024

Die Stadt beschließt, in der Haushaltsbesprechung die Aufnahme des Punktes „Lebendiges Stadtzentrum“ für 2024 zu diskutieren und über den Weg der finanziellen Ausstattung zu sprechen.

Die Zielsetzung ist für mich klar, wir sprechen von bis zu 250.000 € im Jahr 2024, um das Projekt allumfassend und für die Vermietenden glaubwürdig und breit aufzustellen.

Die 250.000 € werden genutzt um eine Vollzeitstelle/Teilzeit Stelle zu finanzieren, alles weitere Geld wird aufgebracht, um den Kern des Lebendigen Stadtzentrum möglich zu machen, alle kosten rund um die Mietunterstützung zu leisten.

Die Jahresmittel werden immer sehr schwanken.  Zielsetzung ist ja, mittelfristig die Mietenden sich selbst tragen zu lassen. Aber gerade in der Startphase, die ersten Jahre, wird der Geldverbrauch sicher größer sein. Daher sind die 250.000 € die obere Grenze und als Limit zu sehen, aber genug, um den Vermietenden gegenüber Vertrauen zu vermitteln, dass wir dieses Projekt ernst nehmen und sie sich der Idee anvertrauen können.

Da wir kein Sondervermögen schaffen können, werden es Mittel sein, die wir umverteilen. An der Stelle ist die Frage, wohin gehen unsere Steuergelder in der Stadt? Was hat welchen Stellenwert und ist es richtig, Gelder immer weiter gleich zu verteilen, weil es lange Bestand hat? Ich finde nicht, gerade wenn es eng wird, sollten wir investieren, um mittelfristig die Finanzsituation zu verbessern und für mich steht es außer Frage, dass „Lebendiges Stadtzentrum“ Teil dessen ist. Die Moralfrage macht keinen Spaß, aber wir müssen sie stellen, wenn wir Veränderung wünschen. Was ist wichtig?

Für mich ist wichtig, dass wir Bäder offenhalten, dass wir den ÖPNV (besser mit mehr Geld) stärken, dass wir ein „Lebendiges Stadtzentrum“ schaffen, dass wir Neuburger Kultur und Vereine unterstützen und viel mehr. Für alle Räte gibt es Prioritäten.

Ich mache mir mit jedem Ansatz der Einsparung neue Menschen zum Gegner der Idee „Lebendiges Stadtzentrum“. Ich glaube, wenn wir nicht mit solchen Entscheidungen anfangen, Gelder in die Zukunft zu investieren, sondern zu viel Geld in den aktuellen Erhalt aller Strukturen leiten, werden wir mittelfristig die Gelder auch ohne Umverteilung nicht mehr haben. Daher sehe ich keinen anderen Weg.

Auf der Suche nach Ideen

Unser Stadtmarketing informiert über das kommende Konzept und die verschiedenen Nutzungswege und öffnet einen Bewerbungskanal um interessiert zu sammeln. Dabei gilt, wer sich zuerst melde, ist auch als erster relevant.

Gründung einer Findungsgruppe des „Lebendiges Stadtzentrum“

Diese beschäftigt sich mit den Bedingungen aller beteiligten Parteien, Mietende, Vermietende und dem Stadtmarketing. Er Entwickelt die für Neuburg angepassten Förderbarkeitsrichtlinie, die dann ein Jahr gelten. Die Mitglieder des Stadtmarketing verabschieden die gültigen Förderkriterien des Lebendigen Stadtzentrums.

Als Teilnehmende der Findungsgruppe schlage ich dem Stadtmarketing folgende Mitwirkende vor:

  • Geschäftsführer des Stadtmarketings
  • Oberbürgermeister und Bürgermeister
  • Einige Interessierte Mitglieder des Stadtmarketing
  • Referenten: Stadtmarketing, Märkte, Tourismus, Finanz
  • (Wenn kein Referent, eine Vertretung durch Fraktionsvorsitz)
  • Vertretungen: IHK, Wirtschaftsjunioren, Gewerbeverband, Kreishandwerksmeister

Wie könnte ein möglicher Verlauf sein:

  • Sie melden sich mit einer Idee beim Leerstandsmanagement „Lebendiges Stadtzentrum“
  • Diese wird ggfls. gefördert
  • Sie gehen bis zu 3 Monate in ein Objekt und testen Ihr Vorhaben
  • Es passt und Sie verlängern um weitere 9 Monate, bis das Jahr voll ist und Sie ein Jahr mietfrei Ihr Konzept austesten konnten
  • Jetzt liegt die Entscheidung bei Ihnen:.Dabei gibt es natürlich drei Optionen:
  • 1. Sie entscheiden, ob Sie Ihr Geschäft fortführen und mit dem Vermietenden, in einen direkten Mietvertrag einsteigen.
  • 2. Sie hören auf.
  • 3. Sie belegen, dass es gut anläuft aber noch nicht gut genug und es wird entschieden, ob eine Teilförderung um ein Jahr verlängert wird.

Mein Fazit:

Bei der Frage an Neuburger*innen, ob sie die Auswirkungen dieser Entwicklungen wahrnehmen, ob sie diese Idee unterstützen und mittragen würden, haben sich fast alle Befragten dafür ausgesprochen. Das dieser Punkt anzupacken ist, stellt auch das Ergebnis der Zukunftswerkstadt klar raus.

Auch wenn wir die Mittel dafür an anderer Stelle umverteilen müssten, um damit dem „Lebendigen Stadtzentrum“ eine hohe Priorität für Neuburg einzuräumen, ist es ein richtiger Weg. Wenn wir alle den Willen haben unser Zentrum zu erhalten, sollte die Anstrengung von Mietenden, Vermietenden und uns als Stadt kommen.

Dafür sage ich danke und es zeigt, es besteht dringend Handlungsbedarf. Die Liste der Unterstützenden. Ich bedanke mich an der Stelle besonders bei Maria Habermeyer für die Zusammenarbeit.

Lieben Gruß, Florian Herold