Persönlich stehe ich hinter Matthias Enghuber

Liebe Neuburgerinnen und Neuburger, nach der Oberbürgermeisterwahl und meinem Ergebnis von 17 Prozent habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Verantwortung sich daraus für mich ergibt. Ich bedanke mich für jede einzelne Stimme. Ich nehme dieses Ergebnis an und möchte daraus eine handelnde Haltung für die Zukunft Neuburgs entwickeln. Viele Neuburgerinnen und Neuburger haben mir ihr Vertrauen ausgesprochen.

Ich habe jetzt viele Gespräche geführt und mir überlegt, welcher Weg für unsere Stadt in der kommenden Zeit die größten Chancen bietet. Neuburg steht vor einer wichtigen Entscheidung und vor der großen Verantwortung, mit unserem Schuldenstand verantwortungsvoll umzugehen.

Ich habe mich deshalb entschieden, Matthias Enghuber in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters zu unterstützen. Ich tue das aus der Rolle heraus, die Neuburg mir mit diesem Wahlergebnis zugedacht hat. Auch wenn ich dadurch sicher schaden nehme, kann ich nicht zusehen wenn die Wirklichkeit so weit verbogen wird.

Matthias Enghuber und ich sind nicht in allen Punkten einer Meinung. Das gehört zur Kommunalpolitik dazu. Aber wir teilen zentrale Anliegen für unsere Stadt. Dazu gehören eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung Neuburgs, besonders die notwendige und verantwortungsvolle Fortsetzung der Umsetzung unserer Donauquerung mit Ortsumfahrung, eine solide Grundlage für Investitionen im Bereich Wirtschaftsförderung und Infrastruktur sowie der Wunsch, Bürgerinnen und Bürger stärker einzubinden.

Mir ist wichtig zu sagen: Diese Unterstützung bedeutet nicht, dass ich meine Meinung ändere. Ich werde auch künftig eigenständig bleiben und meine Inhalte und Ideen weiter vertreten. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich alles gebe, um das Beste für Neuburg zu erreichen.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir in vielen wichtigen Fragen gemeinsam etwas für Neuburg erreichen können. Für Entscheidungen unserer Stadt brauchen wir eine klare Mehrheit im Stadtrat. Ich bin dankbar, dass die Neuburgerinnen und Neuburger uns Freien Wählern im Stadtrat so viel Vertrauen geschenkt haben. Gleichzeitig ist die CSU um Matthias Enghuber als stärkste Kraft ein wichtiger Partner, um Inhalte umzusetzen.

Ohne 21 Stimmen im Stadtrat lassen sich Entscheidungen nicht auf den Weg bringen. Diese Mehrheit ist für die Zukunft unserer Stadt entscheidend.

Ich sehe nicht, dass unser Projekt Donauquerung mit Ortsumfahrung, unter den gegebenen politischen Konstellationen mit Gerhard Schoder wahrscheinlicher wird.
Ich habe mit ihm über dieses Thema gesprochen und ihm persönlich mitgeteilt, dass ich mich entschieden habe, Matthias Enghuber zu unterstützen. Sein politisches Umfeld setzt sich aus den Grünen und mehreren Gruppierungen im Stadtrat zusammen. Auch diese Gruppen verfolgen jeweils eigene politische Ziele, denen man gerecht werden muss.
Ob unter diesen Voraussetzungen wirklich stabile und breite Mehrheiten für große und auch kontroverse Entscheidungen entstehen können, bezweifle ich.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, dass es in Neuburg selten gelungen ist, in solchen Konstellationen alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, wenn es um schwierige und richtungsweisende Themen ging. Deshalb setze ich an dieser Stelle auf Durchsetzungsfähigkeit.

In der neuen Zusammensetzung des von Ihnen gewählten Stadtrats sehe ich mit Blick auf die Inhalte der Freien Wähler den realistischeren Weg darin, mit der stärksten Kraft im Stadtrat zusammenzuarbeiten.

So besteht aus meiner Sicht die größere Chance, zentrale Punkte unseres Wahlprogramms tatsächlich umzusetzen. Auch wenn ich selbst nicht Oberbürgermeister werde, möchte ich damit den Versprechen gerecht werden, die ich den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf gegeben habe.

Mein Ziel bleibt ein Neuburg nicht für wenige, sondern mit vielen.
Vielen Dank für Ihre Zeit.
Ihr
Florian Herold


Danke Ihnen bin ich erneut im Stadtrat und stehe ein für die Inhalte, die auch Grund sind, dass Sie mir Ihr Vertrauen ausgesprochen haben.