Corona nervt

Mein Verlag H2.0 setzt dieser Tage eine spannende Idee um, ich möchte das gerne teilen, weil das Spiel auch einen politischen Charakter hat 🙂

mehr auf www.heroldundherold.de

Neuburg Spricht 2.0

„Neuburg spricht 2.0“

Wir, Leotrim und ich laden Euch herzlich zu unserer offenen Clubhouse Gesprächsrunde ein!

Unser Motto: „Neuburg spricht“

Wann: Am Samstag den 06.03.21 um 20:00 Uhr bis ca. 21:30 Uhr

Unsere Themen:

„Leadership Coaching“ Wage es, Arbeit neu zu denken! Mit Jasmin Schweiger

„Bildung und Kultur, was hat Corona verändert?“, Wir betrachten unsere Neuburger Situation und blicken in die Zukunft. Mit Gabriele Kaps

Wir freuen uns auf Euch und unsere Gesprächspartnerinnen! Euer Leo und Florian

„Neuburg spricht“

Wir, Leotrim und ich laden Euch herzlich zu unserer ersten offenen Clubhouse Gesprächsrunde online ein!

Unser Motto: „Neuburg spricht“

Wann: Am Samstag den 20.02.21 um 20 Uhr

Unsere Themen:

„Zero Waste“ null Verschwendung

„Winter Wunder Wald“, wie WBLT mit dem kreativen Projekt neue Impulse setzt

Zu beiden Themen haben wir die passenden Gesprächspartner eingeladen!

Mehr dazu am Samstag!

Wir freuen uns auf EUCH.

P. S.: Für beide Themen planen wir 30 Minuten, im Anschluss freuen wir uns noch auf eine spannende Diskussion.

Euer Leo und Florian

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Gedanken zur Bundestagswahl 2021

Was wir alle wissen ist, dass Corona die Entwicklung des Kaufverhaltens um Jahre beschleunigt hat. Der jährlich zunehmende Onlinekauftrend ist zur Rakete geworden. Wir merken unbewusst, dass wir uns selbst gerade konditionieren, um alles, was wir brauchen in wenigen Supermärken und online zu bestellen. Wird das nach Corona rückgängig gemacht werden? Ich glaube nicht.

Parallel dazu verschiebt sich vieles in digitale Treffen. Unternehmen optimieren sich, Personal kann gespart werden, weil auch viel so funktioniert. Unser immer breiter aufgestellter Dienstleistungs-anteil steht still oder minimiert sich. Wird es nach Corona einfach so weitergehen wie vorher? Ich glaube nicht.

Filialisten können wegen Teilsortimenten aufsperren, die Fachhändler ziehen den Kürzeren, viele Branchen zittern um ihr Fortbestehen. Auch wenn Hilfen ankommen, wie wird es weitergehen, wenn alles wieder aufsperrt und die Hilfen ausbleiben?

Was ist mit den Kurzarbeitern bei den großen Unternehmen, die auf Kosten unseres Systems alle belasten, anstatt neue Wege zu gehen und eigentlich Corona nur nutzen, ihren Entwicklungsstau zu überbrücken. Ist das gut überlegt?

Wir rühmen uns jetzt vieler neuer Unternehmens-Gründungen, die innovativ auf Corona reagieren, die Kurzarbeiterregel aber über 2021 zu verlängern, überbrückt nur den Wandel und die dadurch resultierenden breitflächigen Pleiten, die dem Gründungsboom entgegenstehen und die Umstrukturierungsfrage unserer Gesellschaft auf den Zeitpunkt nach der Bundestagswahl verlegt.

Wird nach Corona das passieren, was nach jeder Wirtschaftskrise passiert? Wir bauen mit öffentlichen Mitteln, was das Zeug hält, damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Das wäre richtig, denn die pro- Kopf-Verschuldung in Deutschland ist trotz der enormen Summen, die für Corona in die Hand genommen wurden und werden, noch moderat im Vergleich zu anderen Ländern. 

Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der wir Menschen bewusst wegen ihres Alters oder ihrer Vorerkrankung sterben lassen, daher sind viele Maßnahmen richtig und lebenswichtig.

Wir sollen uns gewahr sein, dass Corona unsere Gesellschaft verändert hat, verändern wird, die Städte, in denen wir leben, das, was unsere Arbeit wert ist und wie sicher wir uns in dieser Gesellschaft fühlen.

Ich möchte in einer Stadt leben, die voll Leben, Handel und Bewegung ist. Wir müssen uns trauen, an die Grundfesten des freien Wettbewerbs zu greifen. Nur, weil der freie Markt es zulässt, bin ich trotzdem gegen das Fachhandelssterben und für den lokalen Handel und lokale Dienstleister. Mit einfachen Mitteln wie einer MwSt für Onlinehandel 25%/15% und einer Anpassung auf 15%/5% für den Lokalhandel wäre der Weg frei, dass wir unsere lokalen Strukturen erhalten können.

Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der für alle Unternehmer, für alle Unternehmen Arbeit zählt und seinen Wert hat. Das tut es leider nicht. Für viele zählt der Profit weit mehr als das Personal. Daher sollten wir unser Steuersystem an die Anzahl der Mitarbeiter proportional zum Umsatz ausrichten. Wer einen hohen Personalschlüssel mit passendem Gehalt zu Gewinn und Umsatz hat, zahlt wenig Steuern, wer einen niedrigen hat, zahlt viele Steuern. Wer kaum Mitarbeiter beschäftigt, zahlt so viel Steuern, dass er besser wieder mehr Menschen einstellt und diese gut bezahlt. Die meisten Klein- und Mittelstandsgewerbe tun das im Moment noch, sie beschäftigen Menschen und wertschätzen diese. Dafür dürfen sie nicht benachteiligt werden, wenn sie das Rückgrat unserer Gesellschaft sind.

Wir entscheiden, in welcher Gesellschaft wir leben wollen, nicht Corona, nicht die Industrie 5.0, keine neue Technik und auch keine Unternehmen. Wir glauben das nur manchmal.

Mit meinen zwei Ansätzen der erhöhten MwSt für Onlinehandel und einem Steuermodell pro Mitarbeiter wären Weichen gestellt, für eine Welt, in der ich lieber leben würde, als alles seinen Gang gehen zu lassen und die Marktwirtschaft sich regulieren zu lassen.

Gedanken, die ich mir zur Bundestagswahl 2021 gemacht habe, mit der Frage: „Wie stellen wir Freien Wähler uns in der Lokalpolitik zu dieser Frage auf?“

Lieben Gruß, Florian Herold

2020

2020 war für mich ein aufregendes Jahr. Mein Sohn spricht nun mit mir, ein weiteres Jahr mit meiner wunderbaren Frau, ich hatte einen spannenden Wahlkampf, ich bin umgezogen, ich darf in einem großartigen Team an neuen Spieleprojekten arbeiten und vieles mehr.

Dann gibt es aber doch noch Corona. Fast vergessen hat unsere Gesellschaft die Angst vor Epidemien und schnellen tödlichen Krankheiten. Es liegt nicht so weit zurück da waren die Sorge Alltag. Wir haben viel Lebensqualität gewonnen uns diese Sorgen die letzten Jahrzehnten nicht machen zu müssen. Jetzt sind diese wieder da.

Plötzlich war ich unter Quarantäne, die schellen Maßnahmen, die in den Unternehmen ergriffen werden mussten, betrafen auch mich, die Sorgen um die Betriebe, die Ungewissheit. Das Thema, das alle beschäftigt, zum Teil spaltet, mich das Uneins-Sein in den USA besser verstehen lässt und viele Sorgen vor der Zukunft mit sich bringt. 

Ach Corona, der Würgegriff, den wir uns richtigerweise auferlegen. Der Schaden, den wir nicht absehen können. Die Zeit, die es so noch nicht gab. Der Verlust von Planung und Sicherheit.

Was klug und umsichtig war, oder sorglos und übereilt, was unpassend und unfair war, oder nicht mit der richtigen Durchsetzungskraft, was anhand der Fakten eine richtige Entscheidung ist, ich möchte dafür nicht die Verantwortung tragen. Wir beurteilen vorher, währenddessen und ganz sicher auch zu genüge im Nachgang und richten über die Entscheider.

Mein Urteil richtet nicht, ich stelle fest. Danke, dass wir in unserem Land bisher die Spielräume haben, den Virus zu bekämpfen und soweit es möglich ist, den Schaden abzufedern. Dieser Satz ist keine Antwort auf Fragen: wer ersetzt die Ausfälle, wenn es wieder losgeht, wer zahlt den Berg der Schulden, der entstanden ist?

Wir werden die Schulden stemmen, wir werden das Netz sein müssen, für alle die durchzufallen drohen. Trotzdem sind die Spielräume für unsere Regierung wichtig, wozu etablieren wir diese denn sonst, um nicht in Krisenzeiten Konzepte zu entwickeln, um uns alle mitzunehmen und zu schützen.

Nun hat Corona einen Trend verstärkt und um Jahre beschleunigt, dem unsere Gesellschaft anfing moralisch entgegen zu wirken. Kauft und agiert nicht nur online! Ja, pro Digitalität, aber auch ja zu Lokalität. Vergessen wir das nicht und entwickeln gemeinsam unsere lokalen Strukturen, die uns am Herzen liegen.

Ich finde es wunderbar, wie alle viel mehr zusammenstehen. An der Stelle zeigt sich auch unser Zusammenhalt, dafür kann man nur Danke sagen. Stärker und aktiver als Gemeinschaft zu agieren ist ein Gewinn den wir nicht aufgeben sollten.

Wie es endet, ist noch offen. Zeit scheint es im Moment für alle genug zu geben, dieses Gut ist ein Geschenk in Anbetracht der individuellen Verluste an Selbstbestimmung im Umgang mit Freizeit, Familie und Freunden. Nutzen wir die Zeit und  denken wir an die, die wir sonst übersehen und nehmen uns die Zeit für einen Anruf, einen Brief, eine Nachricht.

Ein erster Hoffnungsschimmer ist zu spüren, es geht los mit den Impfungen. Darauf haben wir lange gewartet. Wir alle wissen, es wird noch ein langer Weg. Ich hoffe, dass unser Sommer 2021 sorgenfrei ist und wir 2021 im Herbst keine böse Überraschung erleben.

Mit hoffungsvollen Grüßen, Florian

Stellungnahme zur Situation „Coronavirus“ in Neuburg

ich bin kein Fachmann für Epidemien, Krankheiten und deren Verbreitung. Trotzdem mache ich mir Gedanken zum Coronavirus.

Neuburg steht vor ungewissen Herausforderungen. Fakten nicht genau zu kennen und den Ausgang nicht vorhersagen zu können, führt meistens zu Kurseinbrüchen, Angst und Sorgen.

Angst um unsere Gesundheit, unser Leben, ist wohl die höchste Stufe an Sorge, die wir haben können. Ist das den berechtigt? Ja, das ist es für jeden der sich Sorgen macht. Besonders für Menschen, die als Risikogruppe gelten, brauchen wir Lösungen.

Wir Neuburger sollten besonnen mit der Situation umgehen. Jetzt ist es Zeit, die zu unterstützen, die Hilfe benötigen und deren Ängste wir auch erst nehmen müssen. Ich finde, dabei sollten wir auf Hektik und Panik verzichten.

Regelungen, die unsere Arbeit und unsere Lebenssituation betreffen, werden jetzt nicht mehr von uns, sondern von außen gefällt. Ob alle Läden schließen, der großflächige Shutdown auch bei uns folgt, ist nicht sicher. Aber wenn es notwendig ist, meistern wir auch das.

Unsere Gesundheit sollte im Fokus stehen und für uns alle im Moment das wichtigste sein. Gerade bei Risikogruppen sollten wir uns als Stadt bereitwillig auf Veränderungen in den kommenden Wochen einstellen.

Der wirtschaftliche Schaden ist mit der Zeit wieder aufzuholen, das zeigt die Vergangenheit. Aber wer ist wieweit betroffen? Wichtig finde ich die Frage, ob wir mit dem Shutdown Sozialstrukturen auf die Probe stellen? Wird danach noch mehr online gekauft, weil es ein sicherer und bequemer weg ist. Weil es angenehmer ist Serien zu streamen, als aktiv Teil der Gemeinschaft Stadt zu sein?

Wir sollten gemeinsam alles dafür tun, dass Neuburg nach Corona wiederauflebt und weiterhin eine starke soziale Gemeinschaft ist, dass wir Neuburger uns nicht verstecken und in Zukunft weiter in Angst leben müssen. Was kommt, wissen wir nicht genau. Trotzdem wird unsere Stadt das überstehen und wir tragen dazu bei!

Die Antwort auf Corona ist für mich ein Neuburg Resilienz-Rat, der sich damit befasst, wie wir in Zukunft Neuburg, auch in stürmischen Zeiten immer wieder ins Gleichgewicht bringen. Damit wir vorbereitet sind! Das sind wir im Moment nicht immer, daher wähle ich diesen Weg, um über Antworten nachzudenken und die gefühlte Handlungsunfähigkeit zu beenden.

Euer Florian Herold