Brückenbauen

Wir sprechen uns für eine Fußgängerbrücke am Inselspitz aus

Neuburg an der Donau. Ja, der Begriff zeichnet unser Neuburg aus, unter den vielen stolzen „New Castles“ in der Welt, befindet sich unser Neuburg an der Donau. An unserem schönen bayrischen Fluss, der die Mitte Europas quert.

Wege über einen Fluss sind Lebensadern. Da kann man schwimmend queren, mit dem Boot fahren oder durch einen Tunnel spazieren oder radeln. Man könnte auch noch eine Seilbahn installieren. Sicher gibt es noch viel mehr Ideen.

Und dann gibt es ja noch Brücken, um von einer Flussseite zu anderen zu gelangen.

Wir reden in unserem stolzen Neuburg an der Donau, wie wir die Donau überqueren, wie wir Brücken bauen. Wir reden und reden und streiten und bauen die ganze Zeit Häuser um Häuser, in denen wir wohnen. Nur die Anzahl unserer Querungsmöglichkeiten, unsere Brücke, bleibt, trotz allen Wachstums im Norden und Süden unserer Stadt, bei genau einer Querungsmöglichkeit, bei einer Brücke, unserer Elisenbücke.

Bei allen Mobilitäten, bei der Querung mit dem Auto (nicht zu vergessen die Omnibusse und LKWs), mit dem Rad und durch Fußgänger hat sie oft ihre Kapazitäten erreicht.

Jetzt planen wir mit Überzeugung die Ostumfahrung. Eine Autobrücke, um den Verkehr um die Stadt herumzuleiten, um neue Wege aufzutun, für die Bürgerschaft und genauso für unsere Industrie, Neuburg somit weitere Entwicklung zu ermöglichen und endlich eine Entlastung für unsere Elisenbrücke zu schaffen.

Damit geht einher, dass dann auch die Entwicklung des Zentrums kreativ gestaltbar wäre.

Reicht das, ist es damit getan?

Nein, das ist es sicher nicht. Es ist ein Schritt, den Fluss nicht als Grenze zu sehen, sondern endlich Bauwerke zu schaffen, die unsere natürliche Trennung von Nord und Süd der Donau wieder stärker verbinden.

Was fehlt dann noch?

Städte an Flüssen, die es schaffen, eine Umfahrung des Zentrums zu ermöglichen, können sich erst dann wirklich neu aufstellen und Mobilität neu denken.

Daher wäre, auch wenn es nicht stemmbar ist, eine weitere Brücke im Westen die perfekte Lösung.

Wir sind von zwei, von Autos befahrbaren Brücken, aber so weit weg, dass sich gar keiner traut, darüber auch nur zu sprechen. Viele wären froh, wenn wir Worten Taten folgen lassen würden und die Ostumfahrung Wirklichkeit wird. Das ist der erste und richtige Schritt für ein Neuburg, das sich im Wachstum befindet, das als Studentenstadt wächst und in die Zukunft blickt. Wir sind endlich auf einem guten Weg, unsere Planung ist vorangeschritten. Eisern halten CSU und Freie Wähler, an der Ostumfahrung fest.

Andere Mobilitäten jedoch, wie die Radfahrer und Fußgänger, haben genauso das Recht, die Donau nicht nur über eine Querung zu kreuzen.

In diesem Diskurs und wegen des Drucks der Finanzlage der Stadt, werden die Brückenprojekte gegeneinander aufgewogen.

Dem kann ich nicht folgen, denn es sind getrennte Projekte. Sie stehen für eine andere Zielsetzung. Die Nähe besteht im Zweck, die Mobilität und den Zugang zu verbessern. Es bedingt sich aber in keiner Weise.

Auch bei der Fuß- und Radfahrbrücken-Frage gibt es viele Begehrlichkeiten. Diese betreffen die Wege zur Arbeit, zur Familie und Freunden, die Weg in die obere und untere Stadt, zu unseren Schulen und unserer THI.

Welche Ortsteile und welche Ziele auf beiden Seiten der Donau haben Priorität und wie können wir das bemessen? Welche Variante ist für die Umwelt am verträglichsten, wo „geht“ es überhaupt, weil die Flächen nutzbar sind, um Auffahrt und Zugang zu ermöglichen?

Ich stelle fest, dass sieht jeder etwas anders. Auch die Bewertung eines Gutachtens sieht in jeder Variante Stärken und Schwächen, aus Sicht der Nutzung, der Umweltverträglichkeit, des Tourismus usw.

Im Fokus steht für mich unsere Elisenbrücke. Warum? Ganz einfach, die Auslastung stößt hier an Ihre Grenzen. Eine Fuß- und Radfahrbrücken-Planung sollte diese Antwort geben und hier für Entlastung sorgen.

Ich stelle auch fest, dass wir eine Lösung brauchen, die mehr einschließt als den reinen Gedanken der Vorteile für Ortsteile, die besser angebunden sind. Unsere neue Fuß- und Radfahrbrücke kann auch Antworten geben auf die Frage der positiven Entwicklung der Innenstadt, auf eine mögliche Fußgängerzone, auf Parkplatzdruck für Automobilität, als Aussichtpunkt und mehr.

Daher haben meine Stadtratskollegen und -kolleginnen der Freien Wähler und ich uns für eine Lösung am Inselspitz ausgesprochen. Nicht weil es für alle die beste Variante ist, sondern weil diese Brückenvariante als Fußgänger- und Radfahrbrücke die meisten Fragen positiv beantwortet.

Sie schafft die wichtige Entlastung für die Elisenbrücke, ermöglicht einen sichereren Zugang für Schüler zu den Grundschulen und der Mittelschule. Sie bietet eine Möglichkeit, in Kombination mit dem Ausbau der Parkflächen unserer Schlösselwiese, die untere Altstadt neu zu gestalten und einen guten fußläufigen Zugang vom Parkplatz zur Stadt zu eröffnen. Als kunstvolles Bauwerk könnte sie vermutlich „der“ neue Hotspot für Touristen sein, Donau und Schloss zu fotografieren und zu bestaunen.

Sollte es damit abgeschlossen sein? Natürlich nicht.

Eine westlichere Brücke erfüllt gerade für unser Gymnasium und die THI auch neue Möglichkeiten, Wohnen im Neuburger Norden auch ohne Auto attraktiver zu gestalten.

Diese Varianten sind aber für einen Großteil Neuburgs, denn die meisten Einwohner leben im Neuburger Osten, keine Lösung, die Entlastung schafft. Daher ist für die meisten Neuburger die Inselspitzvariante ein kluger Zugang.

Das soll nicht wertend sein, zeigt aber den Weg, die Westvariante als zweite Fuß- und Radfahrbrücke in den Fokus zu nehmen.

Da fragen sich viele, welche Zweite, wenn die Erste nicht mal kommt. Ich denke an der Stelle anders, entweder möchte man das sich Neuburg weiterentwickelt oder nicht, dann sollte man auch eine Vision von einem Neuburg haben, welches für alle Mobilitäten bessere Zugänge erreichen möchte.

Beispiele:

Das Ankommen am Donauufer auf der Westseite des Stadtbergs hilft nicht wirklich beim Zugang zur unteren Altstadt und verkürzt den Weg dorthin auch nicht.

Der Individuellen Frage, eines Maschinenring-Mitarbeiter, der in Laisacker wohnt, nachspürend, hilft ihm die Variante „Inselspitz“ nicht auf seinem Weg zur Arbeit. Das ist wohl wahr, aber die größere Anzahl an Begehrlichkeit und umfassendere Lösung darf und sollte, das wichtigste Ziel sein.

Unsere Entscheidung fiel im Stadtrat für die Brücke am Brandl, die auf den Schotterweg des Donaudamms führt. Sie hat sicher in der Früh und nach der Schule eine Berechtigung. Am Nachmittag wird sie wohl eher meist ungenutzt sein, ab und zu von einem Fußgänger beim Hundespaziergang genutzt werden und im Sommer auf dem Weg ins Freibad. Für unser Hallenbad ist auch die Inselspitz-Variante der beste Zugang, um hier mit dem gleichen Maß zu messen.

Daher möchte ich mich stark machen, von dem Ratsbeschluss abzurücken, und euch und alle Neuburger*innen fragen, welche Prioritäten ihr wichtig findet. Die Chance wäre die Bürger mit ins Boot zu holen.

In der letzten Sitzung 2023 wurde leider ein alter Beschluss aufgehoben, wir haben uns sehr dagegen gestemmt, der immer eine Befragung der Bürgerschaft, vorrausetzt. Deswegen wollten wir Freien Wähler auch nicht, dass die Bürgerbefragung aufgehoben wird.

Jetzt wird es schwierig, sich für eine Änderung der Reihenfolge stark zu machen und die Elisenbrückenentlastung, damit die Inselspitzvariante, in den Fokus zu rücken.

Das Geld fehlt, um über zwei Brücken zu sprechen. Aber einen Plan zu verfolgen, Rad- und Fußgängermobilität ganzjährig attraktiver zu gestalten und hier die klügste Entscheidung zu treffen, die den meisten von uns zugutekommt, ist, im Wissen, dass wir lange warten werden, bis die erste, erst recht nicht die zweite Brücke da ist, der richtige Weg.

Wir hoffen ihr unterstützt uns dabei. Den Stadtrat zu motivieren, diese Frage anderes zu reflektieren haben wir in der Dezember 2023 Stadtratssitzung möglich gemacht, weil wir die weitere Planung der Fußgängerbrücke an die Frühjahrs 2024 Entwicklung der Umgehung gekoppelt haben. Leider wurde diese auch an die Planung der Elisenbrückenerweiterung gekoppelt, was natürlich nicht relevant ist. Eine Erweiterung der Elisenbrücke hebt die Frage nach einer zweiten Fußgängerbrücke nicht auf.

Wie wir es schaffen ein Begehren der Bürgerschaft darzustellen, um dann breit aufgestellt handeln zu können und den Bürgerwillen umzusetzen, bleibt noch abzuwarten.

Nur weil die Westvariante am Brandl die finanziell günstigste zu sein scheint, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Nutzen wesentlich geringer ist als die Variante auf den Spuren der alten Behelfsbrücke oder der Variante an der Lende.

Wir hoffen, unsere Gedanken sind nachvollziehbar und wir freuen uns über den Diskurs, den wir fundiert führen wollen, um das Beste für die Stadt zu ermöglichen.

2020 haben wir uns im Wahlkampf für die Ostumfahrung, eine Autobrücke stark gemacht und eine Fußgängerbrücke. Davon sind wir Freien nicht abgerückt und halten daran fest.

Euer Florian Herold

Rede zum Volkstrauertag für die Gedenkfeier im Ortsteil Bruck

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

an diesem feierlichen Volkstrauertag stehen wir nicht nur im Gedenken an die Opfer vergangener Kriege, sondern auch im Bewusstsein aktueller Herausforderungen, die unsere Menschlichkeit auf eine harte Probe stellen. Der Volkstrauertag, der 1925 erstmals begangen wurde, mahnt uns zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und ruft uns dazu auf, für den Frieden einzutreten.

Wir blicken zurück auf die Ursprünge dieses Tages vor fast einem Jahrhundert, als die Welt nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs in Schutt und Asche lag. Deutschland stand damals am Anfang eines schmerzhaften Prozesses der Selbstreflexion und des kollektiven Trauerns. In dieser Zeit wurde der Volkstrauertag ins Leben gerufen, um eine Brücke zwischen den Gräben der Vergangenheit zu schlagen und gleichzeitig einen Appell für eine friedliche Zukunft auszusprechen.

Heute, in einer Welt, die erneut von Konflikten gezeichnet ist, denken wir nicht nur an die Opfer vergangener Kriege, sondern richten unseren Blick auch auf aktuelle Entwicklungen, die unsere Solidarität erfordern. Der anhaltende Konflikt in der Ukraine und die tragischen Ereignisse im Gazastreifen verdeutlichen, dass der Weg zum Frieden oft steinig und voller Entbehrungen ist.

Es ist in solchen Momenten, dass wir die Bedeutung von Wehrhaftigkeit verstehen müssen. Dabei meine ich nicht nur militärische Stärke, sondern vor allem die Fähigkeit, für unsere Werte einzustehen und uns gegen Unrecht zu erheben. Die deutsche Wehrhaftigkeit, die wir heute betonen, besteht in unserem Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.

Es ist entscheidend, dass wir als Nation und als Mitglieder der internationalen Gemeinschaft eine klare Haltung einnehmen. Wir dürfen nicht schweigen, wenn Menschenrechte verletzt werden und Unschuldige leiden. Unsere Wehrhaftigkeit besteht darin, uns aktiv für eine Welt einzusetzen, in der Dialog und Diplomatie überwiegen und Konflikte ohne Waffengewalt gelöst werden.

Der Volkstrauertag erinnert uns daran, dass der Frieden ein kostbares Gut ist, für das es sich einzusetzen lohnt. Möge diese Erinnerung uns dazu inspirieren, die Herausforderungen der Gegenwart mit Entschlossenheit und Mitgefühl anzugehen. Lassen Sie uns gemeinsam für eine Zukunft eintreten, in der das Leid der Vergangenheit nicht umsonst war und in der Frieden und Menschlichkeit siegen.

Vielen Dank.

Bild erstellt mit craiyon.com, ein KI Bild zur Veranschaulichung des Beitrags)

Stadt der Gastfreundschaft

Antrag an den Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und den Stadtrat zur dauerhaften Fortführung des „Jahr der Außengastronomie“.

„Neuburg, Stadt der Gastfreundschaft“ von den Stadträten Dr. Johann Habermeyer und Florian Herold.

Sehr geehrter Dr. Bernhard Gmehling, sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Verwaltung,

wir haben uns für Neuburg gemeinsam entschlossen, das Jahr 2022 zum „Jahr der Außengastronomie“ auszurufen. Wir hatten damit erste Erfolge. An diese möchten wir anknüpfen und auf weitere Entfaltung setzen.

Hiermit beantragen wir, den Beschluss „Jahr der Außengastronomie“ unbefristet weiterzuführen als „Neuburg, Stadt der Gastfreundschaft“. Aktualisierend wollen wir die kostenfreie Nutzung der Flächen ab 2023 aufheben, dafür die üblich günstigen Nutzungsgebühren erheben.

Wir bitten um Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Johann Habermeyer & Florian Herold

Im Wald

–              frei nach Christian Morgenstern zur Donauquerung und zum Auwald

Hier im Wald mit Dir zu liegen,

moosgebettet, windumatmet,

ach wie schön wär´ diese Harmonie

in unserm Auwald, dem Englischen Garten.

Auch, wenn ich träume von den Brücken,

ja, über die möcht´ ich so gerne schreiten.

In das Flüstern, in das Rauschen,

erstmal leise, dann auch laut –

ohrenbetörend – hör´ ich das Jammern und das Fauchen:

 „Schützt den Neuburger Auwald!“.

Da vermiss´ ich bedachte, kluge Worte,

doch Reden unter grüner Führung,

stoisch kämpfend, monoton das Gleiche.

Mir wird kalt.

Toter Baum, der an anderer Stelle neu erblüht,

ja das seh´ ich mit geschlossenen Augen

–  vor der Brücke, klar umrissen.

Ein Mehr noch an Natur,

mehr als genommen, das wird kommen.

Die reinste Freude, es ist einfach wahr.

Verstummt ihr Zauderer,

lauscht den Stimmen voller Jubel,

folgt mir in den Wald.

Lasst den Klang der Vielen gelten

und staunt mit über das, was hier erwacht.

Wenn die neuen Bäume wachsen,

die Brücke die Verbindung schafft.

Allen, den gleichen, die immer wieder lärmen,

euch wünsch´ ich,

dass ihr dann vor Freude mit uns lacht.

Hier im Wald mit Dir zu liegen,

moosgebettet, hoffnungsvoll.

Denn die Lebensadern fließen,

ach, was für Wonne alle Brücken bringen mögen,

machen wir ihn wahr, den Traum,

da werden alle trunken.

Manche vor Freude und manche in Wut, lasst uns aufstehen, anpacken, haben wir jetzt

Für den Fußball vorort: „FC Zell/Bruck-Baumfällung und Kampfmittelräumung“

Hier könnt Ihr meinen Antrag lesen:

Sehr geehrter Dr. Bernhard Gmehling, sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Verwaltung,

in den letzten Monaten hatte ich regelmäßig Kontakt zum FC Zell/Bruck. Als dort wohnender Stadtrat fühle ich mich an der Stelle zuständig und auch in der Verantwortung, die Interessen des Vereins zu wahren. Ich nehme die rege Truppe als großartigen Sportverein wahr. Mit ihrem breiten Angebot und ihrer großen Mitgliederschaft zeigt sich Ihre gute Arbeit. Ich als Fußballmuffel habe jetzt sogar Lust, meinen Sohn dort anzumelden.

Auf meine Bitte hin bekam ich vom FC Zell/Bruck die in der Mail enthaltenden zwei Anlagen zugeschickt. Diese sende ich an Sie weiter. Ich gehe auf beide Anliegen der Anlagen ein und sende hiermit Anträge zur Lösung.

Die erste Anlage beschäftigt sich mit der Baumfällung am Spielfeld. Wie sie der Anlage entnehmen, geht es final darum, die Sicherheit der Straße B16 zu gewährleisten. Als erstes stimme ich dem Verein zu, dass es merkwürdig war, diesen über den Eingriff nicht zu informieren. Das sollten wir in Zukunft tun. Ich sehe uns als Stadt in der Pflicht für eine Lösung zu sorgen, die den Spielbetrieb gefahrenfrei garantiert. Dass ein Spielfeld im Moment nicht verwendet werden kann, ist bedauerlich. Wenn wir Flächen bereitstellen für einen Verein, damit diese sportlich genutzt werden können, sollten wir auch gewährleisten, dass dies stattfinden kann. Wir haben die Bäume entfernt, mehr muss man dazu  nicht sagen.

Die zweite Anlage beschäftigt sich mit dem langen Vorgang der Reparaturen nach der Kampfmittelräumung. Herr Dr. Gmehling, das scheint ja fast eine Schildbürger Geschichte zu sein. Wenn wir als Stadt bei einem Verein einen Kunstrasen möglich machen und hier nicht mal die Erde wieder gescheit hinbekommen, ist das schon traurig. Auch hier sehe ich uns in der Pflicht, die Situation zeitnah zu klären.

Wir könnten uns gemeinsam Vorort die Sache mit dem Vereins-Vorstand gerne noch ansehen. Ich war dort, ich nehme die Situation genau so wahr wie die Dokumentation in der Anlage die Problematik beschreibt und stimme dem Verein im vollen Umfang zu, dass wir in der Bringschuld sind. Wie ich höre, hat Herr Mergel an der Stelle schon Aussagen dazu getroffen, dass im Mai/Juni unsere Stadtgärtnerei „Die Flecken nochmals von Grund auf  mit einem Humus- Sandgemisch neu aufgebaut werden  sollten und abschließend eingesät werden sollte.“ Es hat leider nicht stattgefunden.

Mein Antrag:

Ich beantrage zeitnah 10.000 € von der Haushaltstelle 50058980 für die Sicherung der B16, in Bezug auf den Spielbetrieb des Spielfeldes und damit der Ballabsicherung, wie in der Anlage beschrieben, zur Verfügung zu stellen, damit der FC Zell Bruck seinen Platz wieder weiter nutzen kann. Das Geld dient für den Kauf des Netzes und anteilig für die Fundamente, Bagger, Arbeitszeit und Baumaterial. Alles über die Kosten von 10.000 € trägt der Verein. Der Verein sorgt für die Aufstellung in Eigenleistung.

Ich beantrage, dass wir als Stadt im kommenden Monat Oktober (wenn die Jahreszeit das zulässt, ansonsten zum nächstmöglichen Zeitpunkt) 2021 die ungeleisteten und angekündigten Nachbesserung, ausgelöst durch die Kampfmittelräumung, auf den Spielfeldern des FC Zell/Bruck umsetzen. Da von stätischer Seite aus die Leistung nicht befriedigend  erbracht wurde, ist Eile geboten.

Ich bitte um eine Antwort, wie an der Stelle vorgegangen wird.

Florian Herold

Dringlichkeitsantrag zur „Digitalen Teilnahme an Sitzungen“

Hallo liebe Leser, es folgt gleich mein Antrag. Dieser wurde abgelehnt, weil es so nicht möglich ist in der Bayrischen Gemeindeordnung. Der Nachholbedarf liegt beim Landtag. Wir leben in einer digitalen Zeit, dass veraltete Regelungen uns an der Handlungsfähigkeit hindern, ist traurig. Ich freue mich sehr, dass dieser Antrag von Frank Thonig und mir gemeinsam auf den Weg gebracht wurde. ___________________________________________________________________________
Sehr geehrter Dr. Bernhard Gmehling, sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Verwaltung,

die Umstände der letzten Monate zeigen, dass wir die technische Möglichkeit, sich digital einer Sitzung zuzuschalten, in unseren Sitzungsalltag einbinden sollten.

Es gibt viele Gründe, weswegen Mitglieder des Gremiums nicht persönlich teilnehmen können oder wollen. Corona hat diese Probleme deutlich zum Vorschein gebracht:

• Gesundheitliche Vorsorge (für Risikogruppen und bei eigener Erkrankung)
• Wirtschaftliche Existenz (Risiko auf Ausfall im Betrieb durch die Teilnahme der Sitzung)
• Gesetzliche Anordnung (wie die Quarantäne)

Digital an der Sitzung teilzunehmen, sollte auch kein Verbot der Stimmabgabe mit sich bringen.

Diesen Antrag wünschen wir dringlich in der kommenden Sitzung am Dienstag den 27.10. zu besprechen. Für Rückfragen stehen Frank Thonig und Florian Herold zur Verfügung.

Antrag:

1: Hiermit beantragen wir, dass für jedes Stadtratsmitglied die Option zur digitalen Teilnahme an allen Sitzungen zur Verfügung steht.

Technisch sollten ein Video und eine Audioschnittstelle bestehen. Der Stadtrat erhält eine feste Sichtperspektive auf die Sitzung. Er kann zuhören und sich entweder schriftlich oder akustisch live äußern. Dazu soll die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten.

Wir würden eine Softwarelösung über das Städtische I-pad gut finden- Eine mögliche Softwarelösung sehen wir im System Zoom.

Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat beschließt:

1.1 Die sofortige Einführung einer technischen Schnittstelle, mit der alle Stadträte digital an Ausschuss- und Stadtratssitzungen teilnehmen können. Eine Anmeldung dafür ist vor der Sitzung erwünscht.

1.2 Alle rechtlichen Schritte dafür zu klären und nötige Unterschriften einzuholen.

1.3 Die technische Funktionalität der Verwaltung in Auftrag zu geben, mit einem maximalen Kostenrahmen von 9.999€ für die Anschaffung und jährlich von 1000€ für Lizenzen und Aktualisierung.

2: Der Stadtrat bittet unseren Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling, sich dafür einzusetzen, dass die gesetzliche Grundalge geändert wird, um die Option auf die Stimmabgabe von Stadträten, die digital an Sitzungen teilnehmen, möglich zu machen.

Neuburg den: 24.10.2020

Mit freundlichen Grüßen, Florian Herold & Frank Thonig im Namen der Fraktionen WIND und Freie Wähler Neuburg

30 Jahre deutsche Einheit

Groß geworden bin ich nahe der Grenze zu der ehemaligen DDR in Göttingen, in der ich als Kind auch oft war. Die Wiedervereinigung ist für mich das Beste, was nach 1945 für Deutschland passierte. Ich bin den vielen Menschen dankbar, die damals auf die Straße gegangen sind und für uns das gemeinsame Deutschland ermöglicht haben.

Die SED hat gravierende Schäden an Menschen, an der Wirtschaft und an der Infrastruktur angerichtet. Es ist gut, dass es die DDR als Staat nicht mehr gibt. Seit 30 Jahren haben wir gemeinsam ca. 2 Billion Euro in die Wiedervereinigung investiert. Von diesen 2000 Milliarden waren es ca. 300 für den Aufbau Ost. Bis heute sind trotzdem die 5 Flächenbundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen die schwächsten in der deutschen Wirtschaftsleistung. Was dafür spricht, weiterhin Ideen zu entwickeln, um das Gefälle stet zu verringern. Diese Riesen-Summe zeigt auch, Geld klärt nicht alles, wie schwer es ist aufzuholen und, dass es Zeit braucht.

Am Tag der Grenzöffnung standen die Trabis in Göttingen Schlange. Die Supermärkte waren ausverkauft. Beide Seiten fanden das gut, wir waren ein Volk, das hat keiner angezweifelt. Wir waren alle froh und glücklich.

Ein paar Jahre später, ging es los mit den Ossi-Sprüchen. Traurig, dass es sich anfangs so entwickelte. Mittlerweile haben wir zusammengefunden, das ist wunderbar. Die Integration fand gegenseitig statt und das haben wir gut gemacht.

Ansonsten hätte ich heute kaum Kontakt zu meinem Neffen, hätten wir die Grenze noch. Ich könnte heute sonst kaum Umgang mit Teilen meiner Familie pflegen und ich hätte auch nicht meiner ersten Freundin bei unserer Klassenfahrt auf der Mecklenburgischen Seenplatte in die Augen schauen können. Manches ist nicht mit Geld zu bemessen.

Wir sind gut darin, Leute mit einzubinden, das sollten wir auch weiterhin tun, lassen wir dem rechten Rand in unserem Land dabei keine Chance.

In weiteren 30 Jahren wird die Wiedervereinigung mehr Teil der Geschichte als gelebte Kultur sein. In anderen Ländern haben die Umstände bisher nicht zu Frieden und Wiedervereinigung geführt: Nord und Süd-Korea, die neue Spaltung in der Ukraine, der frisch wieder aufgeflammte Konflikt um Bergkarabach und viele Krisenherde mehr.

Für mich gibt es in dieser Frage nur eine sinnvolle Lösung. Wir sehen, wie im Westen in den USA alles entgleist, wir sehen, was sich im Osten entwickelt und wissen es auch Dank eigener Erfahrungen besser, dass Diktaturen nicht funktionieren. Wir brauchen eine starke EU, mit Werten, die wir innerhalb dieser Union viel stärker durchsetzen müssen, mit Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Demokratie.

Eine politisch starke EU, wäre in der Lage, auch ohne ökonomische Interessen, Richtiges zu tun. Aber wir geben der EU nur die Aufgaben, über deren Ergebnis wir uns dann aufregen. Das tun wir, weil unsere Regierungen der Idee der EU nicht wirklich vertrauen. Es ist wie mit dem Aufbau Ost, nur Geld zu investieren löst keine Probleme. Wir sollten Entscheidungen treffen!

Ich fände es schön, wenn wir eine Städtefreundschaft mit einer Stadt im nah gelegenen Thüringen oder Sachen hätten, was meint Ihr?